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Das Springturnier in Pirmasens-Winzeln startet am Donnerstag

Springturnier : Tausend Startsignale – vier Tage – ein Turnier der Spitzenklasse

Das Springturnier in Pirmasens-Winzeln startet am Donnerstag – und verzeichnet Teilnehmerrekord. Auch Berufsreiter Niklas Betz kehrt dafür zurück in die Heimat.

In diesem Jahr ist das große Springturnier des RFV Pirmasens-Winzeln vom 11. bis 14. Juli mit fünf Prüfungen auf schwerem Niveau bis hin zur Klasse S*** mit drei Sternen der Auftakt für den Winzeler Turniersommer 2019. Das Springturnier erfreut sich erneut eines Teilnehmerrekords mit weit mehr als 1000 Reiter-Pferdepaaren. „Das ist ein neues Rekordergebnis“, freut sich der Zweite Vereinsvorsitzende und Turnierleiter, Maximilian Müller, über den regen Zulauf.

In 21 Prüfungen geht es ab Donnerstag bis Sonntag über Hindernisse von bis zu 1,55 Meter Höhe. Höhepukt ist der „Große Preis von Pirmasens“ am Sonntag in einer Springprüfung mit Siegerrunde der Drei-Sterne-Klasse. Eine besondere Herausforderung sind neben der dreifachen Kombination vor allem der offene Wassergraben. In der Siegerrunde startet das beste Viertel der fast 40 Starter in einen verkürzten Parcours, um den Sieger zu ermitteln. Mögliche Strafpunkte aus dem Umlauf bleiben dabei erhalten. Um sicher dabei zu sein, gilt es also, nicht nur fehlerfrei, sondern auch schnell zu reiten. Dies sorgt für Spannung vom ersten bis zum letzten Ritt. Dafür kehrt unter anderem der Sieger im Preis der Besten, Niklas Betz, in die Heimatregion zurück. Im vergangenen Jahr wurde dem 20-jährigen Saarländer vom RFV Limbach, der nach seiner Ausbildung zum Pferdewirt bei Steffen Hauter Sporthorses in Hagen arbeitet, sein Goldenes Reitabzeichen verliehen.

Den Auftakt machen am Donnerstagmorgen die jungen Nachwuchspferde in ihren Springpferdeprüfungen, die altersgerecht in ihren Anforderungen wachsen. Bewährt hat sich die erste schwere Springprüfung am Donnerstagmittag, zu der mit 55 Startern bereits hochkarätige Gäste aus den benachbarten Bundesländern oder Luxemburg anreisen, so dass sie in zwei Abteilungen nach Leistung platziert werden. Das Championat von Pirmasens, eine Springprüfung Klasse S** auf Zwei-Sterne-Niveau, startet am Freitag um 16.30 Uhr mit ebenfalls über 50 Teilnehmern. Neu ist eine Zwei-Phasen-Springprüfung auf mittelschwerem Niveau Klasse M*: Nur wer Phase Zwei strafpunktfrei mit weißer Weste erreicht, darf hier weiter reiten. Danach zählt die Zeit. Ab 19 Uhr bietet der 2018 mit Erfolg erstmals eingeführte Mannschafts-Wettbewerb viel Spaß quer durch die Vereine und sogar Bundesländer. Zehn Teams mit jeweils drei Reitern von A* über L bis M* treten hier gegeneinander an. Zehn Teams können sich hier auch spontan formieren.

Bewährt hat sich die Springprüfung Klasse A** mit wachsenden Anforderungen. Sind die ersten Hindernisse im Parcours noch auf einer Höhe von 1,10 Metern auf Ein-Sterne-Niveau, wachsen sie bis zu den letzten Sprüngen hin auf Klasse L mit 1,20 Metern – eine Hinführung von Reiter und Pferd an die nächst höheren Aufgaben. Sie wird mit über 50 Teilnehmern ebenfalls in zwei Abteilungen ausgetragen, unterschieden nach Ranglistenpunkten für die bereits erzielten Erfolge. Die Stilspringprüfung Klasse L am Samstagabend vergibt Zusatzpunkte für die Reiter, die eine hohe Wertnote erhalten und nahe an der Idealzeit sind.

Erst im Anschluss, um 21.30 Uhr, startet das schwere Barrierespringen über Hindernisfolgen bis zu zwei Metern Höhe. Mit Lena Kreling sattelt hierbei auch die Kaderreierin der Jungen Reiter und mehrfache Landesmeisterin. Weit mehr als 1000 Mal wird an diesem Wochenende die Startglocke ertönen.