Das Siegen noch nicht verlernt

Einen wichtigen Sieg schafften am Sonntagmittag die Frauen der Zweibrücker Löwen gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte TG Osthofen. Die Mannschaft von Trainer Rüdiger Lydorf gewann das Oberliga-Heimspiel gegen den Aufsteiger mit 31:23 (12:11) und beendete damit eine sieben Spiele andauernde Negativserie.

Vielversprechend war der Start in die Begegnung. SV-Torhüterin Daphne Huber erwischte einen guten Tag und hatte großen Anteil daran, dass sich ihre Mannschaft über 3:1 zum 7:3-Zwischenstand absetzen konnte. Verbessert präsentierte sich in der Anfangsphase vor allem die Zweibrücker Defensive mit Carla Wiegand auf der vorgezogenen Abwehrposition. Vier Tore betrug der Vorsprung in der 22. Spielminute, als die SV-Frauen mit 11:7 führten. Die Gäste, die ebenfalls ihre Chance sahen, sich vom Tabellenende wegzubewegen, fanden danach besser ins Spiel und arbeiteten sich noch vor der Pause wieder heran. Beim Stand vom 12:11 für den SV 64 wurden die Seiten gewechselt.

Nachdem die Zweibrückerinnen kurz nach der Pause zum 14:12-Zwischenstand wegzogen, gab es einen richtigen Bruch im Angriffsspiel. In der 37. Minute glichen die Gäste erstmals wieder aus, eine Minute später traf die auffälligste Osthofer Spielerin, Elena Weick, zum 14:15-Zwischenstand, der ersten TG-Führung in diesem Spiel. Mitte der zweiten Hälfte deutete vieles darauf hin, dass den Gastgeberinnen die eigenen Nerven einen Strich durch die Rechnung machen würden. In dieser Phase agierten die Gäste zielstrebiger, lagen in der 44. Spielminute sogar mit 20:17 in Front. Dass die Begegnung danach noch einmal kippte, hatte mehrere Gründe. Zum einen gelangen den SV-Frauen durch Miriam Schöneich, Levke Worm und Katharina Koch binnen 90 Sekunden wieder der Ausgleich. Dazu spielten auch die Torwartwechsel auf beiden Seiten eine nicht unerhebliche Rolle. Während Nina Jäger auf Zweibrücker Seite einen Siebenmeter und einige gegnerische Würfe aus dem Rückraum parieren konnte, agierte Annika Großer im Osthofer Tor eher glücklos. Die Gäste blieben neun Minuten lang ohne Torerfolg, was letztlich die Entscheidung brachte. Am Ende stand ein ungefährdeter 31:23-Heimsieg, den zumindest 15 Minuten vorher kaum jemand in der Halle so erwartet hatte.

Selbstvertrauen hatten die Zweibrücker Löwinnen bereits am Freitagabend tanken können. Da verlegten sie das Abschlusstraining vor dem wichtigen Oberligaspiel kurzerhand nach Schmelz, wo sie in der zweiten Pokalrunde auf den HC Schmelz trafen und beim 32:13 (16:4)-Sieg souverän in die nächste Runde einzogen.

Zum Thema:

Auf einen Blick SV 64: Daphne Huber und Nina Jäger (ab der 43.) im Tor - Ina Sohns 8/5, Anne Wild 1, Katharina Koch 7 - Miriam Schöneich 4, Carla Wiegand 5 - Laura Witzgall 2 - Lara Schlicker 3, Levke Worm 1, Lisa Paquet, Annika Birringer, Katharina Handermann und Cornelia Zitte-Scherf. cg