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Eishockey-Regionalliga: Das Playoff-Finale ganz dicht vor Augen

Eishockey-Regionalliga : Das Playoff-Finale ganz dicht vor Augen

Nur ein Sieg trennt den EHC Zweibrücken vom Einzug in die Endspiele um die Meisterschaft der Eishockey-Regionalliga Südwest. Allerdings wird die Aufgabe alles andere als einfach. Die Eisbären aus Heilbronn brennen nach der 2:3-Niederlage im ersten Halbfinale auf Revanche. Hornets-Trainer Terry Trenholm ist dennoch überzeugt, dass sein Team schon am Sonntag alles klarmacht.

Die Szenen erinnerten frappierend an das Finale vor zwei Jahren: Auch damals hieß der Gegner Heilbronn, auch damals ging es ins Penaltyschießen – und am Ende lagen sich die Hausherren jubelnd in den Armen. Genau wie am Sonntagabend, als die Zweibrücker Eishalle einem Tollhaus glich, nachdem der entscheidende Versuch von Heilbronns Claudio Schreyer nicht im Tor, sondern nur am Pfosten gelandet war. Über 1000 Fans feierten nach dem dramatischen 3:2-Sieg der Zweibrücker Hornets gegen den Heilbronner EC mit Sprechchören ihr Team. Doch der Erfolg im ersten Halbfinale ist lediglich die halbe Miete. Der zweite, finale Schritt soll diesen Sonntag folgen. In der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena (Beginn 18.30 Uhr) wollen sich die Rosenstädter für ihren couragierten Auftritt in Spiel eins, als sie zweimal einen Rückstand wettmachten, belohnen und das Ticket für die Endspiele buchen.

Hornets-Trainer Terry Trenholm weiß aber auch, wie schwer diese Aufgabe für seine Jungs wird. „Der Sieg zuhause war so wichtig. Der Druck liegt jetzt bei Heilbronn. Die werden sich am Sonntag mit aller Macht gegen das Ausscheiden stemmen. Dort werden wir nur bestehen, wenn wir den Kampf von der ersten Minute an annehmen.“ Tugenden, die im ersten Aufeinandertreffen den kleinen, aber feinen Unterschied ausmachten. „In den Playoffs entscheiden Kleinigkeiten, oftmals nur die bessere Tagesform.“ Deshalb fordert der 53-jährige Kanadier von seinen Spielern, „direkt hellwach und konzentriert auf dem Eis sein“. Jeder noch so kleine Fehler werde bestraft.

Besonderen Respekt hat Trenholm vor Heilbronns Torwart Andrew Hare, der die Hornets-Stürmer schon im Hinspiel mit seinen starken Paraden reihenweise zur Verzweiflung brachte. „Was der teilweise gehalten hat, war unfassbar.“ Der 28-jährige Kanadier, der im Winter aus Deggendorf nach Heilbronn wechselte, bringt die Erfahrung von 50 DEL2-Spielen mit. Deshalb sei es umso wichtiger die Nerven zu behalten, auch wenn man in Rückstand gerate. „Wir haben gezeigt, dass wir mit Rückschlägen umgehen können. Wir dürfen uns nur nicht aus der Ruhe bringen lassen und müssen geduldig auf unsere Chancen lauern. Die werden irgendwann kommen.“ Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Kompaktheit, da in Heilbronn auf einer größeren Eisfläche gespielt werde als in der Zweibrücker Arena, die nordamerikanische Maße hat. „Alle müssen da mitarbeiten. Das fängt vorne bei den Stürmern an.“

Auf einen wichtigen Offensivspieler muss Terry Trenholm am Sonntag allerdings verzichten. Sein Sohn Marco ist erkrankt und wird die reise nach Heilbronn nicht antreten. Dafür ist Sturmkollege Marc Lingenfelser, der im ersten Halbfinale noch gefehlt hatte, wieder mit an Bord. Ansonsten geht der EHC-Coach davon aus, dass er in Bestbesetzung bei den Eisbären auflaufen kann. An seiner Zielsetzung lässt Trenholm ohnehin keine Zweifel aufkommen. „Wir fahren nach Heilbronn, um dort alles klarzumachen. Wir sind bereit.“

Der mögliche Finalgegner könnte bereits tags zuvor feststehen. Die von Ex-Hornets-Trainer Richard Drewniak gecoachten Baden Rhinos aus Hügelsheim stehen gegen den amtierenden Meister Bietigheim Steelers 1b unter Zugzwang und müssen nach der 5:7-Niederlage im ersten Halbfinale unbedingt gewinnen, um ein drittes Spiel zu erzwingen und damit den Traum von der Meisterschaft am Leben zu halten. Das Spiel im Hügelsheimer Baden Airpark beginnt um 19.30 Uhr.