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FC Homburg: Das erste Training auf dem neuen Grün

FC Homburg : Das erste Training auf dem neuen Grün

Der FC Homburg sucht für die kommende Saison in der Fußball-Oberliga noch einen neuen Torhüter.

Satt grün liegt der neue Rasen auf dem rund 10 800 Quadratmeter großen Trainingsgelände hinter dem Homburger Waldstadion. Rund 450 000 Euro hat Fußball-Oberligist FC Homburg in seinen neuen Platz investiert. Finanziert hat der Verein diesen trapezformig angelegten Platz durch die Einnahme aus dem letztjährigen DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart, einem Zuschuss von Hauptsponsor Dr. Peter Theiss, Zuschüssen von der Sportplanungskommission und mit einem Darlehen.

Am Montagmorgen war es endlich soweit: Nach dreimonatiger Bauzeit konnte die neue Rasenfläche für das erste Training frei gegeben werden. Geschäftsführer und zweiter Vorsitzender Rafael Kowollik: „Für den FC Homburg ist dieser Platz ein Meilenstein in seiner Geschichte.“ Zuletzt habe der Verein um 1908 auf dem Schlossberg einen eigenen Platz besessen. Vorsitzender Herbert Eder betonte, dass der bisherige Rasenplatz kaum benutzbar gewesen sei. Bei Regenfällen stand der Platz wegen mangelhafter Drainage unter Wasser. „Es wurde höchste Zeit, dass wir in die Infrastruktur, sprich Trainingsplatz, investiert haben.“ Während zuvor der alte Rasenplatz nur bedingt bei entsprechender Witterung von der ersten Mannschaft bei den Übungseinheiten genutzt wurde, steht dieser nun auch der E-, F- und G-Jugend zur Verfügung. FCH-Trainer Jürgen Luginger: „Dieser neue Platz ist ein gewaltiger Fortschritt gegenüber den bisherigen Trainingsmöglichkeiten bei unserem Verein.“

Luginger und seine Spieler kannten den holprigen Platz aus den letzten Wochen in der Regionalliga nur zu gut. Während der Bauphase der neuen Rasenanlage wichen die Oberligaspieler in den ersten gut drei Wochen zum Sportzentrum Erbach aus. Nun kann wieder am Waldstadion auf Rasen trainiert werden. Überhaupt hat der FCH noch weitere Investitionen vor. Vorsitzender Herbert Eder: „Der Rasen im Waldstadion müsste ebenso erneuert werden.“ Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) begrüßte die Investition in diesen großen Rasenplatz, der ja auch für die Jugend genutzt werde. „Die Stadt hätte dies finanziell nie bewältigen können.“

Indessen hat Jürgen Luginger mit der jüngsten Verpflichtung des 22-jährigen Eric Lickert seine Kaderplanung bezüglich Feldspieler abgeschlossen. „Wir brauchen noch einen Torhüter“ , sagt Luginger, der sich mit dem bisherigen Stand der Vorbereitung zufrieden zeigt. Luginger lässt sich Zeit bei der Wahl des neuen Torwartes. „Er soll leistungsmäßig auf dem Stand von David Salfeld sein.“ Dies bedeutet, dass Neuzugang Salfeld (vorher 1. FC Saarbrücken) keinesfalls automatisch als Nummer eins im FCH-Gehäuse stehen wird. „Ein gesunder Konkurrenzkampf sollte schon vorhanden sein und nicht schon vorher die Rangfolge der Torhüterposition feststehen.“ Auf den nächsten Einsatz von Salfeld muss Luginger aber weiter warten. Zur Zeit laboriert der 27-Jährige an einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. Nächste Woche sollte er wieder das Training aufnehmen können, so der Homburger Trainer.

Im heutigen Vorbereitungsspiel beim pfälzischen Verbandsligisten ASV Fußgönheim wird ab 19 Uhr der nächste Keeper beim FC Homburg getestet. Neben dem langzeitverletzten Kai Hesse (Knie-Operation) wird weiter Jens Meyer nicht dabei sein. Der FCH-Neuzugang vom 1. FC Saarbrücken ist seit über zwei Wochen mit einer hartnäckigen Magen- und Darmgrippe außer Gefecht. Am Samstag spielt der FCH um 14 Uhr an der Kaiserlinde beim Regionalligisten SV Elversberg. Die ursprünglich vorgesehen Begegnung im Waldstadion am 22. Juli gegen den Saarlandligisten SC Friedrichtsthal fällt wegen der parallel stattfindenden Fußball-Stadtmeisterschaft aus. Stattdessen absolviert der FCH sein letztes Testspiel vor dem Saisonstart bereits am Freitagabend, 21. Juli, um 19 Uhr im Waldstadion gegen den Regionalligaaufsteiger SV Röchling Völklingen.