Cleverness fehlt im Spitzenspiel

Mitgehalten haben die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken bei einem der Titelfavoriten der Jugend-Handball-Bundesliga in Balingen über die gesamte Spielzeit. Zum Sieg reichte es aufgrund mangelnder Cleverness aber nicht.

Lange haben die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken im Spitzenspiel mitgehalten. Die Punkte der Handball-Bundesliga-Partie bleiben nach dem 34:36 (15:19) allerdings bei den Gastgebern HBW Balingen /Weilstetten. Die Begegnung war ein echter Gradmesser. Nach dem SV-Trainer Tony Hennersdorf trotz der knappen Niederlage den zufriedenstellenden Schluss ziehen kann, auswärts bei den Meisterschaftsfavoriten mithalten zu können.

"Wir hatten heute leider keine Torwartleistung", zeigte sich Hennersdorf nach dem Schlusspfiff etwas enttäuscht. Benni Berz hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Die Begegnung startete mit einem offenen Schlagabtausch. Innerhalb kürzester Zeit fielen unheimlich viele Tore. So stand es nach fünf Minuten 5:5. Eine eigene Führung hatten die SV-Jungs lediglich beim 3:2 (3.) inne, als Leo Herrmann aus dem Rückraum traf. Danach legten die Gastgeber vor. Bereits nach 18 Minuten nahm der SV-Trainer beim Stand von 8:12 daher auch sein Team-Time-out, weil sich seine Defensive überhaupt nicht auf den starken Balinger Rückraum einstellen konnte. Obwohl Hennersdorf nun in der Abwehr umstellte, deutlich offensiver agieren ließ, zogen die Balinger zunächst auf 18:12 (27.) weg.

Nachdem sich die SV-Jungs noch vor der Halbzeit auf 15:19 herangekämpft hatten, erwischten sie auch nach dem Seitenwechsel den besseren Start. Mannschaftskapitän Nils Wöschler, neben Niklas Bayer erneut auffälligster SV-Spieler, traf zum 21:23 (38.). "In dieser Phase waren wir zwar dran", sagte Hennersdorf. "Wir waren aber auch viel zu unclever, um den Ausgleich herzustellen", bezieht sich der SV-Coach insbesondere auf zwei unnötige technische Fehler kurz vor Spielende und einen als Heber aufs gegnerische Tor gebrachten Versuch. "Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn wir beim 30:29-Zwischenstand einmal den Ausgleichstreffer erzielt hätten", ging Hennersdorf auf die ansteigende Nervosität im Balinger Kader ein. So aber verloren die 64er ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison. "Wir haben dieses Spiel in der Abwehr in Verbindung mit einer nicht vorhandenen Torwartleistung und auch aufgrund fehlender Cleverness verloren", erklärt Hennersdorf.

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Auf einen BlickSV 64 Zweibrücken: Berz und Becker im Tor - Bayer 8, Wöschler 8/4, Herrmann 6 - Alt 1, Schaller 1 - Bach 2 - Schwarzer 6, Mägel 2, Eisel, von Lauppert, Dobrani. cg