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Christin Hussong vom LAZ bei Diamond-League-Meeting in London Dritte

Guter Wurf : Mit Londoner Stadion Frieden geschlossen

LAZ-Speerwerferin Christin Hussong landet beim Diamond-League-Meeting in London mit 65,73 Metern auf Rang drei.

Einmal mehr hat Christin Hussong ihre Konstanz der laufenden Saison unter Beweis gestellt. Beim Diamond-League-Meeting im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park gelang der Speerwurf-Europameisterin des LAZ Zweibrücken der nächste starke Auftritt auf großer Bühne. Gleich zweimal segelte ihr Speer am Samstag über die 65-Meter-Marke. Mit ihrem besten Wurf über 65,73 Meter landete die 25-Jährige schließlich auf Rang drei. Damit bleibt Hussong Führende der Qualifikationsliste für das Diamond-League-Finale Ende August in Zürich, bei dem die acht besten der Serie um den Sieg kämpfen. „Dort beginnt aber alles wieder bei null“, erklärt Hussong.

In London schien es zunächst, als könne die LAZ-Athletin mit ihrer Weite nur die Europameisterin von 2016 Tatsiana Khaladovich (Weißrussland; 66,10 m) bezwingen. Doch dann packte die Australierin Kelsey-Lee Barber nach einer zuvor mäßigen Serie noch einen aus: Im letzten Versuch schleuderte sie ihr Wurfgerät auf 65,85 Meter und verwies Christin Hussong damit knapp auf Rang drei. Für die LAZ-Athletin kein Beinbruch. Sie freute sich nach dem Wettkampf, dass sie „mit dem Londoner Stadion Frieden geschlossen“ hat, wie sie auf dem Onlinedienst Instagram ihre Weite zufrieden kommentierte. 2017 hatte die LAZ-Athletin beim Saisonhöhepunkt in London das WM-Finale verpasst, war in der Qualifikation nicht über 60,86 Meter hinausgekommen und somit am Einzug unter die besten Zwölf gescheitert.

Von dieser Gefahr scheint Christin Hussong vor den diesjährigen Weltmeisterschaften in Doha (28. September bis 6. Oktober) weit entfernt. In jedem ihrer Wettkämpfe schaffte sie es bislang in dieser Saison über die WM-Norm (61,50 m). „Es war das Ziel, konstant die Weiten abliefern zu können, die bei der WM fürs Finale reichen“, erklärt Hussong. Bislang löst die Europameisterin diese Aufgabe mit Bravour. Nicht von Ungefähr kommt daher auch der Anspruch, „bei der WM um eine Medaille“ mitwerfen zu wollen. Doch der 25-Jährigen ist klar, dass die internationale Konkurrenz derzeit sehr groß ist. „So extrem habe ich es zuvor noch nie wahrgenommen. Auch im Vergleich zu der Weltspitze der Männer. Bei uns sind es sieben, acht Athletinnen – ohne die immer möglichen Überraschungen –, die alle in der Lage sind, Gold zu gewinnen.“