Boxen Gashi knockt Gegner blitzschnell aus

LEVERKUSEN/ZWEIBRÜCKEN · Boxen: Alen Lauriolle geht gegen den Zweibrücker in der ersten Runde k. o. – mit gebrochener Nase.

 Kurze Angelegenheit: Der Zweibrücker Senad Gashi bezwingt Alen Lauriolle gleich in der ersten Runde.

Kurze Angelegenheit: Der Zweibrücker Senad Gashi bezwingt Alen Lauriolle gleich in der ersten Runde.

Foto: Gashi/Privat

Kurzen Prozess machte Senad Gashi am Samstagabend in der Leverkusener Ostermann-Arena mit seinem Gegner. Der Zweibrücker Boxprofi stand im Ring Alen Lauriolle (35) gegenüber. Mehr als 2000 Zuschauer, darunter auch die Mama von Senad Gashi, verfolgen gespannt das Duell.

Gashi begann abwartend, schaute, was sein Gegner macht. Schließlich wechselte der Zweibrücker in den Angriffs-Modus, feuerte Schlag auf Schlag auf den 140-Kilo-Gegner. Nach exakt zwei Minuten und 50 Sekunden ging dieser hart getroffen und schwer gezeichnet zu Boden. Das Ergebnis: Sieg für Senad Gashi durch Knock-Out und eine gebrochene Nase sowie eine Rippenverletzung bei Lauriolle.

„Ich war mit meiner Leistung zufrieden“, sagt Gashi: „Mein Gegner war stabil, hat sich gut präsentiert. Ich bin insgesamt ruhiger, aber auf der anderen Seite noch explosiver geworden.“ Die stolze Bilanz des 33-Jährigen nach 31 Kämpfen: 28 Siege, davon 27 durch Knock-Out.

„Meine körperliche und mentale Verfassung ist top. Jetzt gilt mein ganzer Fokus dem WBC-Weltmeistertitelkampf im Bridgerweight.“ Dazu wartet in Johannesburg (Südafrika) am Samstag 25. November, der Südafrikaner Kevin Lerena (31), mit dem Kampfnamen „ The KO Kid“, auf Gashi. Der 1,85 Meter große Profi hat ebenfalls eine Top-Bilanz: 31 Kämpfe, 29 Siege, davon 14 durch Knock-Out.

„Er schlägt eine gute Kelle. Wir sind beide Linkshänder. Das wird ein großes Box-Spektakel“, prophezeit Senad Gashi, der Ende September mit seinem Trainer Halim Abazi in ein sechswöchiges Trainingslager nach Thailand fliegen wird. Die Konsequenz: Das Duell mit dem früheren Kickbox-Weltmeister Mohamed „Mo“ Abdallah wird erneut nicht stattfinden. „Ich habe gerade den Kampf abgesagt, weil ich keine Lust auf Spielchen habe. Meine Forderung nach einem Doping-Test werden abgelehnt. Das ist nicht meine Welt. Mich interessiert jetzt nur der WBC-Weltmeistertitel. Dafür arbeite und trainiere ich jeden Tag sehr hart und diszipliniert“, betont der Zweibrücker abschließend.