3. Fußball-Liga Bittere Auftaktpleite für Kaiserslautern

Kaiserslautern · Im Topspiel zum Start der 3. Fußball-Liga mussten sich die Pfälzer der SG Dynamo Dresden trotz gut 45-minütiger Überzahl mit 0:1 geschlagen geben.

 Kaum fassen konnte FCK-Trainer Boris Schommers die vielen vergebenen Chancen seiner Elf in den Schlussminuten.

Kaum fassen konnte FCK-Trainer Boris Schommers die vielen vergebenen Chancen seiner Elf in den Schlussminuten.

Foto: dpa/Torsten Silz

Da hätte der 1. FC Kaiserslautern mehr daraus machen müssen. Gut eine Halbzeit in Überzahl reichte es im Auftaktspiel der 3. Fußball-Liga gegen Zweitliga-Absteiger SG Dynamo Dresden nicht zu etwas Zählbarem. Mit 0:1 (0:1) musste sich die Mannschaft von Trainer Boris Schommers am Freitagabend vor 4150 Zuschauern auf dem heimischen Betzenberg geschlagen geben. „Wir sind natürlich enttäuscht von diesem Ergebnis“, sagte der FCK-Coach. Er wisse allerdings nicht, was er seiner Mannschaft vorwerfen könnte, die einfach nicht „zum verdienten Ausgleich“ getroffen hat.

Dynamo hingegen ging mit der ersten echten Chance in Führung: Nach einem Eckball der Dresdener verhinderte FCK-Schlussmann Avdo Spahic zwar mit einer starken Parade zunächst ein Eigentor durch Kevin Kraus, doch Sebastian Mai staubte per Kopf zum 1:0 für die Gäste ab (18.). Im Gegenzug gelang den Lautrern fast sofort die Antwort. Dominik Schad ließ die SG-Abwehr gleich zweimal schlecht aussehen, die Direktabnahme von FCK-Neuzugang Marvin Pourié parierte Torwart Kevin Broll jedoch sehenswert. Nach gut einer halben Stunde versuchte es dann Hendrick Zuck für die Roten Teufel, die sich einige Fehler im Spielaufbau leisteten, mit einem Fernschuss, der jedoch flog rechts am Gehäuse vorbei. „Am Anfang war es ein ausgeglichenes Spiel, wir hätten vor der Halbzeit, auch in Gleichzahl, den Ausgleich verdient gehabt“, sagte Schommers. Doch der gelang auch in Überzahl nicht. Denn kurz vor der Pause musste der frühere Lautrer Paul Will vorzeitig vom Platz. Der 21-Jährige wollte einen Pass von FCK-Kapitän Carlo Sickinger abfangen, bekam dabei die Hand an den Ball. Da Will zuvor bereits Gelb gesehen hatte musste er mit Gelb-Rot runter (43.). Eine Minute später war erneut Dynamo-Schlussmann Broll gefordert, der die Kugel nach einem Freistoß von Hikmet Ciftci ins Aus lenkte.

Die Roten Teufel starteten zunächst verhalten in die zweite Hälfte. Dresden kam mutiger aus der Kabine – und hatte erneut die erste Großchance. Nach einer Ecke kam Tim Knipping mit dem Kopf an den Ball, doch Schad – bis dahin bester FCK-Spieler – rettete auf der Linie (50.). Danach mehrten sich die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Doch nur selten wurde es vor dem Tor richtig gefährlich. Tim Rieder versuchte es aus gut 20 Metern, doch erneut war Broll zur Stelle (64.). Trotz der – naturgemäß gegen zehn Mann – optischen Überlegenheit, waren die Pfälzer vor dem gegnerischen Gehäuse nicht zwingend genug, spielten sich immer wieder fest. Marlon Ritter hämmerte knapp 20 Minuten vor Schluss einen Freistoß aus rund 22 Metern in die Mauer (73.). Großchance dann für den eingewechselten Simon Skarlatidis: Ihm fiel der Ball am Fünfmeterraum vor die Füße, doch er bekam ihn nicht unter Kontrolle, setzte ihn neben den Kasten (83.). „Uns hat bis zur 80. Minute etwas die Durchschlagskraft gefehlt.“ Die Zeit lief den immer verzweifelter wirkenden Lautrern davon. Auch die zwei Versuche von Adam Hlousek mit dem Kopf fanden nicht das Ziel (90., 90.+2). Schommers an der Seitenlinie wirkte zunehmend fassungslos über die vergebenen Großchancen in den letzten Minuten. Und auch wenn es nochmal hektisch im Gäste-Strafraum wurde, wollte der Ball einfach nicht über die Linie. So blieb es beim glücklichen Sieg für die Dresdener, denen damit der erste Schritt Richtung anvisiertem Wiederaufstieg gelungen ist.

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