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Battweiler verteidigt Titel bei Hallenfußball-Meisterschaft der VG Zweibrücken-Land

Hallenfußball-Turnier VG Zweibrücken-Land : Erneut gelb-schwarzer Freudentaumel

Durch einen klaren 7:1-Erfolg im Endspiel gegen Bezirksliga-Kontrahent SG Knopp/Wiesbach verteidigt der SV Battweiler den Titel bei der Hallenfußball-Meisterschaft der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Platz drei sichert sich der SC Stambach im kleinen Finale gegen den TV Althornbach.

Schon vor dem Ablauf der letzten Sekunden, die die gelb-schwarzen Anhänger herunterzählen, hallen „Oh wie ist das schön“-Gesänge durch die Halle. Unterstützt mit Tröten, Rasseln und lautstarken Anfeuerungsrufen schaffte der SV Battweiler die Titelverteidigung beim 28. Neujahrs-Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Und das in sehr souveräner Manier. Mit 7:1 setzte sich der SVB im Finale gegen den Bezirksliga-Konkurrenten SG Knopp/Wiesbach durch. Bei der letzten Auflage vor der Corona-Pause vor drei Jahren hatten sich die Battweiler, damals noch A-Ligist, mit 4:0 gegen Contwig II behauptet und ebenfalls den Pott gesichert. Platz drei bei dem Budenzauber am Samstag vor rund 700 Zuschauern in der Contwiger IGS-Sporhalle erreichte der SC Stambach (A-Klasse) durch einen 3:1-Sieg über den TV Althornbach (B-Klasse).

Mit jeweils zwei Treffern im Finale zogen die beiden SVB-Goalgetter Maurice Böhr und André Homberg in der Torschützenliste (je 5) gleich. Sie ebneten ihrem Team damit den Weg zum klaren Erfolg. Mit ihnen trugen sich ihre Mannschaftskameraden Max Buchholz, Joshua Jost und Coach Daniel Lenhard in die Torschützenliste des Endspiels ein. Den Ehrentreffer für die SG Knopp/Wiesbach erzielte Marcel Boßlet. Entscheidend war im Finale nicht die Rote Karte nach einem Zweikampf, bei dem Battweilers Spielertrainer Daniel Lenhard über die Bande ging. Da stand es schon 4:1 für den späteren Sieger, der noch über drei Minuten in Überzahl spielen konnte. „Wenn es so ausgeht, dann ist das so“, sagt SG-Trainer Trainer Sanel Nuhic mit Blick auf die Anzeigetafel und erkennt an, dass sich der SV Battweiler im Turnierverlauf immer mehr gesteigert und dann auch verdient gewonnen habe.

 Die Spieler des SV Battweiler (hinten von links) Max Buchholz, Marius Bohl, André Hampel, Jonas Weisenstein, Steven Veit, Sven Sewohl sowie (vorne von links) Janik May, Maurice Böhr, Daniel Lenhard und Joshua Jost freuen sich über den Sieg beim 28. Neujahrs-Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.
Die Spieler des SV Battweiler (hinten von links) Max Buchholz, Marius Bohl, André Hampel, Jonas Weisenstein, Steven Veit, Sven Sewohl sowie (vorne von links) Janik May, Maurice Böhr, Daniel Lenhard und Joshua Jost freuen sich über den Sieg beim 28. Neujahrs-Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Foto: Thomas Hutzler

„Ich will jetzt nicht Verletzungen anführen, aber unsere Mannschaft lief am Schluss sozusagen auf der letzten Rille“. Und das Turnier habe mal wieder gezeigt, sagt Nuhic weiter, dass auch unterklassige Vereine eine gute Truppe für die Halle zusammenstellen können und die Klassenzugehörigkeit in vielen Duellen keine große Rolle spiele: „Aber davon lebt der Hallenfußball auch.“

Battweilers Spielertrainer Daniel Lenhard wollte mit der Mannschaft „ohne großen Druck in das Turnier gehen“. Dazu räumte er ein, dass sich die Mannschaft am Anfang in ein, zwei Spielen doch schwer getan habe. Etwa in beiden Vorrundenpartien gegen Knopp/Wiesbach (2:1) und den SV Palatia Contwig (2:1). Nach einem 5:1 im Viertelfinale gegen Contwig II und einem weiteren 5:1 im Semifinale gegen den SC Stambach habe sein Team das Endspiel seiner Meinung nach „hochverdient“ gewonnen. „Da haben wir auch unsere beste Leistung aller Spiele gezeigt“, betont Lenhard, der personell aus dem Vollen schöpfen konnte. 19 Spieler hatten Lust, beim VG-Turnier mitzukicken – und damit war der SV Battweiler neben dem SV Großsteinhausen und dem SV Palatia Contwig einer der drei Vereine, die zwei Mannschaften ins Rennen schickten. Dabei spielte der Turniersieger ausschließlich mit Bezirksligakickern, in der zweiten Turniermannschaft waren bei den Spielern aus der C-Klasse West auch vier aus der Ersten dabei. Die zweite Battweiler Mannschaft schied im Viertelfinale mit 4:5 gegen Knopp/Wiesbach aus.

Die Nuhic-Truppe zog in dieses nach dem 1:2 gegen Battweiler und einem 3:0 gegen Contwig ein. Den Einzug ins Endspiel machte die SG Knopp/Wiesbach im Halbfinale spannend. Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Tim Wachall den 3:3-Endstand und so musste im Duell gegen den TV Althornbach die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen. Und dabei boten beide Mannschaften alles auf: verwandelte Neuner und verschossene, von den Torleuten gehaltene und Pfostentreffer. Mit dem elften Schuss bereitete Raimundo Dombaxi seiner Mannschaft den Weg ins Endspiel. Im zweiten Halbfinale löste der SV Battweiler mit einem klaren 5:1-Sieg über den SC Stambach das Finalticket. Den Ehrentreffer für Stambach erzielte Nicolas Veith.

Battweilers Maurice Böhr (links) und André Homberg haben als beste Torschützen dem besten Torwart Dieter Burkhart von der SG Knopp/Wiesbach im Endspiel jeweils zwei Bälle ins Netz geschossen.
Battweilers Maurice Böhr (links) und André Homberg haben als beste Torschützen dem besten Torwart Dieter Burkhart von der SG Knopp/Wiesbach im Endspiel jeweils zwei Bälle ins Netz geschossen. Foto: Thomas Hutzler

Im Spiel um den dritten Platz war es der TV Althornbach, der den Torreigen eröffnete. Doch die Stambacher glichen aus und legten schließlich zum 3:1-Endstand nach.

Markus Bolies vom SC Stambach überwindet im Spiel um Platz drei Althornbachs Torwart Max Knörr, der dem Ball in seinem Tor nur noch nachschauen kann.
Markus Bolies vom SC Stambach überwindet im Spiel um Platz drei Althornbachs Torwart Max Knörr, der dem Ball in seinem Tor nur noch nachschauen kann. Foto: Thomas Hutzler

Bester Torwart des Turniers wurde Dieter Burkhart von der SG Knopp/Wiesbach. Als fairste Mannschaft im 28. Verbandsgemeindeturnier wurde der SV Großsteinhausen ausgezeichnet. Und die Gelb-Schwarzen des SV Battweiler, die feierten neben dem Turniersieg auch die geteilte Torschützentrophäe ihrer beiden Schützlinge Maurice Böhr und André Homberg lautstark.