Basketball-Oberligist VT Zweibrücken Vorfreude auf eine „schwere Saison“

Zweibrücken · Erstmals in ihrer Geschichte laufen die Basketballer der VT Zweibrücken am Sonntag in der Oberliga auf. Der Aufsteiger um Trainerin Gabi Chnapkova muss zum Auftakt zum MJC Trier.

 VTZ-Trainerin Gabi Chnapkova hatte in den Testspielen noch großen Redebedarf – hier mit Neuzugang Fabian Kortmann.

VTZ-Trainerin Gabi Chnapkova hatte in den Testspielen noch großen Redebedarf – hier mit Neuzugang Fabian Kortmann.

Foto: Martin Wittenmeier

Das Abenteuer Oberliga beginnt für die Basketballer der VT Zweibrücken an diesem Sonntag. Nach langen, schweißtreibenden Wochen der Vorbereitung steigt die Vorfreude beim Team von Trainerin Gabriela Chnapkova, das am Sonntag (18 Uhr) zunächst auswärts beim MJC Trier ran muss. Nach den unglaublichen Erfolgen der Vorsaison mit Landesliga-Meisterschaft, dem damit verbundenen Aufstieg und dem Sieg im Pfalzpokal, erwartet die VTZ-Korbjäger nun eine deutlich schwerere Spielzeit. Chnapkova, der der große Coup mit ihren Jungs gleich im ersten Jahr nach der Übernahme des Traineramtes von Denis Rendgen gelungen ist, hofft vor dem Saisonauftakt auf einen Push-Effekt durch den WM-Titel der deutschen Basketballer.

„Ich denke, dass es gut ist, zu sehen, wie das passiert ist. Wenn das nicht Antwort genug ist auf die Frage, wie man es schaffen kann, was und wie man arbeiten muss, um erfolgreich zu sein, dann weiß ich auch nicht“, fände es die VTZ-Trainerin schade, wenn das nicht erkannt würde. Man kann natürlich nicht sagen, welche Auswirkugen solch ein Erfolg auf einzelne Spieler, den Nachwuchs oder die Zuschauer hat. „Aber ich denke schon, dass der WM-Titel der Deutschen ein Putschmittel ist.“

Zu allererst aber mussten die Zweibrücker selbst ordentlich schuften in den vergangenen Wochen der Vorbereitung. „Gefühlt haben wir mit Basketball gar nicht aufgehört“, sagte Abteilungsleiter und Spieler Denis Rendgen kürzlich über die Pause, die zwischen dem Titelgewinn in der Landesliga Rheinhessen-Pfalz, dem Sieg im Pfalzpokal Anfang April und dem Trainingsauftakt lag. Doch das Team hatte auch einiges an Arbeit vor sich, um sich an die deutlich stärkere Oberliga anzupassen. Ob an der Physis, der Schnelligkeit oder neuen Abwehr- und Spielsystem, „wir mussten in allen Bereichen etwas tun“, macht Chnapkova klar und ergänzt. „Das muss alles schon ein bisschen komplexer werden. Das, was schon in der vergangenen Saison gut war, behalten wir natürlich bei. Aber wir versuchen uns immer weiter zu verbessern und probieren zudem viele neue Sachen aus.“

In einigen Vorbereitungsduellen haben die Zweibrücker, auch bei ihrem ersten eigenen Sparkassen-Cup, ihre Form überprüft. „Dabei haben wir uns vor allem Gegner ausgesucht, die vielleicht etwas stärker waren als wir. Das war aber Absicht, damit die Jungs sich ein bisschen an das Level der Oberliga gewöhnen.“ Denn da werde alles viel schneller als in der Landesliga. In diesen Tests habe die VTZ auch ihre Schwächen aufgezeigt bekommen. „Uns war ja bewusst, dass es schwer wird in der Oberliga. Aber wir haben deutlich gemerkt, dass das von der Schnelligkeit, Physis und Athletik schon nochmal ein anderer Level ist“, sagte Rendgen nach dem eigenen Turnier. „Wir werden schon ein bisschen brauchen, bis wir uns daran gewöhnt haben.“ Insgesamt aber war Chnapkova mit der Vorbereitung nicht unzufrieden. „Vor den Sommerferien war es in Ordnung. Dann hat in der Ferienzeit immer mal der eine oder andere gefehlt. Aber das ist ja normal – jetzt schauen wir einfach Mal, wie es wird“, sagt die Slowakin, die allerdings eine schwere Runde auf ihr Team zukommen sieht.

„Das Hauptziel ist es, den Abstieg zu vermeiden“, will sie die Ansprüche klein halten. „Wir wollen versuchen, in der Oberliga zu bleiben. Das wird schon schwer genug. Wir müssen sehen, wie wir reinkommen und dann schauen wir Schritt für Schritt.“

Dabei kann Gabi Chnapkova auf zwei Spieler mehr als noch im Vorjahr zurückgreifen. Fabian Kortmann, der in Kirrberg wohnt, schloss sich über den Kontakt zu den beiden Zweibrückern Aykut Bozdemir und Luca Höchst der VTZ an. „Zudem habe ich einen jungen Spieler aus der U18 hochgezogen“, erklärt die Übungsleiterin, deren Meistermannschaft ansonsten zusammengeblieben sei.

Was ihre Jungs nun zum Auftakt am Sonntag in Trier erwartet, könne Chnapkova nicht ganz genau einschätzen. „Ich fange auch in dieser Saison mit den Gegnern wieder ganz von vorne an, weil ich die noch nicht kenne“, erklärt sie, schiebt dann aber hinterher: „Trier ist eine gute Truppe mit einer langen Geschichte. Die haben in der vergangenen Saison oben mitgemischt. Die sind eingespielt – das wird schon schwer für uns.“

Das erste Oberliga-Heimspiel in der Geschichte der VTZ-Basketballer findet dann am folgenden Sonntag, 24. September ab 16 Uhr in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Halle statt. Und auf die neue, deutlich größere Spielstätte „freuen sich die Jungs“ ganz besonders. „Da ist eine ganz andere Atmosphäre als in der kleinen Hofenfels-Halle“, erklärt auch Denis Rendgen. „Und wir hoffen natürlich auf ein paar Zuschauer. Mehr, als wir in der kleinen Halle hatten. Das würde die Mannschaft natürlich auch nochmal pushen“, betont Gabi Chnapkova.

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