Basketball-Landesliga : VTZ-Korbjäger pirschen sich an Spitze heran

Zweibrücker Landesliga-Basketballer siegen überraschend klar mit 92:76 in Rockenhausen.

(ski) Denis Rendgen hört sich rundum zufrieden an. Zumindest was das Spiel seiner Mannschaft vom Wochenende beim BBC Fastbreakers Rockenhausen betrifft. In einer „wirklich guten“ Landesliga-Begegnung haben sich die Basketballer der VT Zweibrücken dort überraschend klar mit 92:76 (21:11/25:25/11:17/35:23) durchgesetzt. Und sind damit auf Rang drei geklettert. Dabei sieht das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es tatsächlich war, wie der VTZ-Spielertrainer erklärt. Denn vier, fünf Minuten vor Schluss gingen die Gastgeber sogar erstmals in Führung. Doch die Zweibrücker behielten dieses Mal die Nerven.

Schon im ersten Durchgang gaben die Zweibrücker das Tempo vor, zogen auf zehn Punkte davon (21:11). Mitte des zweiten Viertels bauten die Gäste den Vorsprung sogar auf 20 Zähler aus. Doch so leicht ließ sich Rockenhausen nicht unterkriegen. „Da haben wir mal einen Zehn-Punkte-Lauf hingelegt, dann die. Und so waren wir zur Halbzeit wieder da, wo wir auch nach dem ersten Viertel waren.“ Bei einer Zehn-Punkte-Führung. Die im dritten Abschnitt allerdings nicht mehr hielt. Der BBC arbeitete sich ran, sodass es im Schlussviertel nochmal „richtig spannend“ wurde.

Gut vier Minuten waren noch zu spielen, als Rockenhausen erstmals knapp in Führung ging. „Da konnten wir zum Glück aber nochmal richtig dagegen halten“, erklärt der Trainer. Anders als bei den zwei Niederlagen in Ludwigshafen (62:63) und gegen Oppenheim (64:71 nach Verlängerung). „Da gerieten wir in den letzten zwei, drei Minuten in eine Art Schockstarre, in der gar nichts mehr gelaufen ist. Daraus haben wir aber gelernt.“ Und so haben die VTZ-Jungs bei den Fastbreakers das letzte Viertel „echt gut zu Ende gebracht“, insgesamt noch 35 Zähler erzielt. Und Spielertrainer Rendgen selbst bewies in dieser Phase ein gutes Händchen. Als die VTZ auf zwei, drei Punkte weg war, brachte er Nils Selinger – und der hat „eiskalt von der Bank erstmal einen Dreier getroffen“. So zogen die Zweibrücker eine Minute vor Schluss auf sechs, sieben Punkte weg. Der Gegner versuchte dann, durch Fouls die Uhr anzuhalten. „Aber von der Freiwurflinie haben wir dann auch fast alles getroffen.“ So sieht das Ergebnis am Ende zwar deutlicher aus, als es tatsächlich war, verdient war er aber allemal. „Wir haben auch wirklich gut verteidigt, wir haben Rockenhausens Topscorer (Jaeden Lewis, Anm. d. Red.) gut rausgenommen und ihn bei 16 Punkten gehalten. Johann Klein hat da defensiv einen wirklich guten Job gemacht“, lobt Rendgen. Zudem habe die VTZ-Offensive im Vergleich zu den vorherigen Spielen den Ball sehr gut verteilt, die Punkte „sehr schön heraus gespielt – das war vielleicht eins unserer besten Spiele“.

Diese Leistung würden die Zweibrücker nun gerne konservieren, bis es an diesem Sonntag, 18 Uhr, in der heimischen Sporthalle des Hofenfels Gymnasiums gegen den Zweiten SG Speyer/Schifferstadt geht. „Das wird nochmal ein ganz anderes Spiel – aber definitiv auch kein leichtes“, betont Rendgen. „Da müssen wir wieder einen guten Tag erwischen“, sagt der VTZ-Coach mit dem Gedanken an die zwei bisher verpatzten Saisonpartien. „Diese Niederlagen waren echt das Unnötigste der Welt. Dem Weinen wir natürlich ein bisschen hinterher, wenn man jetzt auf die Tabelle schaut.“ Doch jetzt werde der Blick nach vorne gerichtet. Wo es für den Dritten, der mit sechs Punkten vier hinter Lambsheim und Speyer/Schifferstadt liegt, darum geht, sich „da oben festzubeißen“.