Auswärtssieg sichert Rang drei

Nach einer hochdramatischen Schlussphase hat Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken mit 5:4 (1:0/1:2/3:2) beim Spitzenreiter EHC Eisbären Heilbronn gewonnen. Damit werden die Hornets die Saison als Dritter abschließen und wahrscheinlich in den Playoffs erneut auf Heilbronn treffen.

Der EHC Zweibrücken wird als drittplatzierte Mannschaft der Eishockey-Regionalliga in die Playoffs einziehen. Das steht nach dem nicht unbedingt zu erwartenden 5:4 (1:0/1:2/3:2)-Sieg beim Spitzenreiter EHC Eisbären Heilbronn am Freitagabend (wir berichteten kurz) fest. Das abschließende Hauptrunden-Spiel daheim gegen den EHC Freiburg 1b am kommenden Sonntag hat nur noch statistischen Wert.

"Sehr zufrieden" zeigte sich Hornets-Trainer Martin Deßloch nach dem Auswärtssieg am Freitagabend mit der Leistung seiner Mannschaft, die ihm Mut macht für die anstehenden Aufgaben: "Wir haben ein Gesicht gezeigt, das man braucht für die Playoffs", sagte der EHC-Coach. "Es hat einer für den anderen gekämpft." Zudem habe sein Team die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt. "Ein Schlüssel zum Erfolg war, dass wir den Slotbereich eng gedeckt haben", so Deßloch. Damit ist der Bereich unmittelbar vor dem eigenen Tor gemeint. So konnten die Hornets Nachschüsse der Eisbären erfolgreich unterbinden.

Im ersten Drittel blieben die Gäste aus Zweibrücken auf diese Weise komplett ohne Gegentor. Stattdessen brachte Benedikt Peters die Hornets mit 1:0 in Führung (6.). Nach der ersten Pause hielten die Zweibrücker den Vorsprung zunächst - bis der am Freitag stark aufspielende Torhüter Marcel Kappes nach 34:39 Minuten doch zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt: Erneut Peters brachte die Hornets wieder in Führung (37.), bevor die Gastgeber zwei Minuten später erneut den Ausgleich erzielten. Mit einem Spielstand von 2:2 ging es ins Schlussdrittel.

Das sollte an Dramatik kaum zu überbieten sein. Dabei schien es zunächst so, als würden die Gastgeber letztlich doch ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Jörg Filobrok mit seinem zweiten Treffer des Abends brachte Heilbronn mit 3:2 in Führung (47.). Doch in den letzten sechseinhalb Minuten fielen noch vier Treffer - davon drei für die Hornets. Ein Doppelschlag von Bernd Hartfelder und Peters (54. und 55.) innerhalb von 39 Sekunden brachte Zweibrücken wieder in Front. Leontin Kreps sorgte nur sechs Sekunden nach dem 3:4 für den Ausgleich. Es sah nach Verlängerung aus. Doch dann kam der Kanadier Adam Klein. Der stibitzte dem Gegner in der Heilbronner Hälfte den Puck und bugsierte ihn an Goalie Kevin Yeingst vorbei ins Netz - 5:4 für Zweibrücken 44 Sekunden vor dem Ende! Dabei bleib es auch bis zum Schluss. Ein Sonderlob verteilte Deßloch am Ende für Peters und Klein, die jeweils vier Scorerpunkte verbuchten.

Mit dem Sieg über Heilbronn haben die Hornets ein Wiedersehen in den Playoffs sehr wahrscheinlich gemacht. Denn für die Eisbären bedeutete die Heimniederlage einen herben Rückschlag im Kampf um Platz eins. Der Erstplatzierte würde auf den SC Bietigheim 1b treffen, der seit dem Wochenende als Tabellenvierter und damit letzter Playoff-Teilnehmer feststeht. Dessen Gegner wird nun aber wohl Schwennigen - vorausgesetzt, das Team punktet am kommenden Wochenende erwartungsgemäß in Eppelheim. Das abschließende Nachholspiel der Fire Wings in Freiburg, das bislang noch für den 28. Februar angesetzt ist, wird wohl nicht mehr gespielt und nach Informationen von Deßloch wahrscheinlich für Schwenningen gewertet.

Zweibrückens Gegner hieße dann im Halbfinale erneut Heilbronn. Dem Hornets-Coach ist allerdings egal, wer in der Vorschlussrunde wartet. Um Meister zu werden, müsse man wahrscheinlich ohnehin Schwenningen und Heilbronn schlagen. Und nach der Leistung von Freitag geht Deßloch mit breiter Brust in die entscheidenden Spiele: "Ich mache mir gar keine Sorgen über die Playoffs."

Zum Thema:

EHC Zweibrücken : Kappes, Teucke (n.e.) im Tor - Hellmann, Essig , Brüstle, Hartfelder, Wendland, Voltz, Vodicka, Bachstein, Lingenfelser, Wolf, Mc Donald, Dörr, Peters, Klein.Tore: 0:1 Peters (6.), 1:1 Filobok (35.), 1:2 Peters (37.), 2:2 Luschenz (39.), 3:2 Filobok (47.), 3:3 Hartfelder (54.), 3:4 Peters (55.), 4:4 Kreps (55.), 4:5 Klein (60.).Strafzeiten: Heilbronn 10 min. - Hornets 8 min.Zuschauer: 796. gda