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Oberliga-Handball: Auftakt nach Maß für die VT Zweibrücken

Oberliga-Handball : Auftakt nach Maß für die VT Zweibrücken

Zweibrücker Oberliga-Handballer fegen den TV Mülheim zum Saisonstart mit 35:24 aus der Halle.

) Besser hätten die Handballer der VTZ Saarpfalz kaum in die neue Oberligasaison starten können. Im Heimspiel gegen den TV Mülheim präsentierte sich die Truppe von Trainer Danijel Grgic in starker Frühform und fegte die Gäste mit 35:24 (18:10) aus der Halle. Aus einer mannschaftlich geschlossenen Leistung ragte Rückraumspieler Tomas Kraucevicius heraus, der ein nahezu perfektes Spiel auf die Platte brachte.

„Gerade die Leistung in den ersten 30 Minuten hat mich sehr stolz gemacht. Wir haben uns kaum Fehler erlaubt und hatten eine tolle Abwehr mit einem starken Torhüter dahinter“, fasste Grgic zusammen. „Die Niederlage ist für mich eindeutig zu hoch ausgefallen. Wenn man bei der VTZ etwas mitnehmen will, muss alles klappen und wir müssen an unserem Maximum spielen. Leider sind heute gerade unsere Leistungsträger ausgefallen“, sagte ein geknickter TVM-Trainer, Hilmar Bjarnason.

Die Gastgeber legten aber auch einen furiosen Start in die Saison hin, woran auch der 15 Minuten späteren Anpfiff nichts änderte. Der TV Mülheim hatte bei der Anreise Schwierigkeiten, weshalb alle Beteiligten einverstanden waren, den Anwurf zu verschieben. Danach zeigte sich die Mannschaft von Danijel Grgic in der Abwehr aggressiv sowie im Angriff zielstrebig und schnörkellos. Nach gerade mal neun Minuten sah sich Gästecoach Bjarnason gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. Da stand es bereits 6:1 für die VTZ, die über die Rückraumachse Mokris, Wiese und Kraucevicius für enorm viel Druck sorgte. Auch in der Folge bliebt die VTZ die tonangebende Mannschaft und wusste vor allem, die Mülheimer Ausnahmespieler Zerwas und Vogt nahezu vollständig aus dem Spiel zu nehmen. Zum Ende der ersten Halbzeit hatte das sonst so torgefährliche Duo zwei Treffer erzielt – beides Siebenmeter. Gerade in der Defensive beeindruckten die Zweibrücker Gegner und Publikum. Immer wieder gelang es ihnen, Bälle zu erobern, die über die erste und zweite Welle in Treffer umgemünzt werden konnten. Vor allem mit Kapitän Philip Wiese hatten die Gäste ihre Probleme. Neben Kraucevicius stach er in der Abwehr heraus. Auch in Torhüter Yannic Klöckner hatte die VTZ einen starken Rückhalt, der drei von fünf Siebenmetern entschärfte. Über 9:3 und 14:4 ging es mit einer 18:10-Führung in die Pause.

Danach genehmigten sich die Zweibrücker eine kleine Auszeit, die der TVM nutzte, um den Rückstand auf 15:20 zu verkürzen (37.). „Der Start in die zweite Hälfte war etwas schleppend, aber die Mannschaft hat sich schnell wieder gefangen“, sagte Grgic. Nachdem Wiese etwas das Wurfglück verlassen hatte, konnte sich Grgic immer noch auf Tomas Kraucevicius verlassen, der gerade in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit ein Tor nach dem anderen erzielte. Vier der ersten fünf Treffer in Hälfte zwei gingen auf sein Konto. In der Folge drehte auch Alexey Wetz im Rückraum auf und erzielte sechs seiner acht Treffer alleine im zweiten Abschnitt. So schnell die Hoffnung bei den Gästen aufflackerte, so schnell erlosch sie wieder. Spätestens als Wetz mit seinem Treffer auf 28:18 erhöhte (47.), war die Partie entschieden.

„Vor dem ersten Saisonspiel hat man immer etwas Lampenfieber. Um ehrlich zu sein, hatte ich gar kein so gutes Gefühl. Aber die Jungs haben das super gemacht“, lobte Grgic. Dieser Erfolg soll nun für die kommenden Spiele Auftrieb geben, denn das Programm wird keineswegs leichter. Am Sonntag reisen die Zweibrücker zum Aufsteiger TV Offenbach, der am ersten Spieltag überraschte und in Bitburg siegte. Eine Woche danach empfängt die VTZ die SF Budenheim die zum erweiterten Favoritenkreis zählen.