Aufbruchsstimmung schon dahin

Noch ist die Saison jung. Allerdings nicht zu jung für erste Krisen. So ist auch beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern nach drei Spieltagen schon ganz klar: Es wird eine harte Runde. Wieder einmal. Nach dem 0:0 gegen Düsseldorf am Montagabend bleibt das neu formierte Team von Neu-Trainer Tayfun Korkut und Neu-Sportdirektor Uwe Stöver ohne Sieg. Hat nach drei Spieltagen zwei Punkte auf dem Konto und hängt nach dem schwächsten Zweitliga-Start der Roten Teufel überhaupt gleich ganz unten im Tabellenkeller fest. Dazu die bittere und für den Verein teure Pleite in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Drittligisten Halle. Ernüchterung.

Zu inkonstant ist die Leistung bislang über 90 Minuten, zu wenig Durchschlagskraft ist trotz guter Offensivansätze vor dem Tor zu sehen, zu viele Chancen lässt die Defensive zu. Da kommt das immerhin schon recht ansehnliche 0:0 gegen Düsseldorf auf dem Betze schon einem Hoffnungsschimmer gleich. So betonte auch Kapitän Daniel Halfar nach Abpfiff das Positive: Hinten hat endlich mal die Null gestanden. Insgesamt fehlt trotz besserer Ansätze aber noch immer die Ordnung im Spiel des FCK. Das mag auch daran liegen, dass noch bis kurz vor Schließung des Transferfensters heute Abend weiter kräftig am Kader gebastelt wird, eine eingespielte und gefestigte Mannschaft so nur schwer bereits existieren kann. Die Spieler einfach noch Zeit brauchen. Doch selbst, wenn sich die Hoffnungen in die weiteren Neuverpflichtungen - wie etwa den gerade erst zum Team gestoßenen Außenverteidiger Mensur Mujdza - erfüllen, bleibt die Frage, ob die Qualität im Kader überhaupt noch reicht, um an die Träume der Optimisten heranzukommen, wieder oben mitzuspielen. Nach der ersten Standortbestimmung sieht es danach nicht aus. Zu stark scheinen die Vereine mit Blickrichtung 1. Liga, zu gering die eigene Konkurrenzfähigkeit nach nun vier Jahren am Stück in der Zweiklassigkeit. So wird es im heutigen Fußballgeschäft sicher auch nicht mehr leichter, sich wieder nach oben zu arbeiten. Fernseh- und Sponsorengelder brechen weg, die Qualität im Kader im gleichen Maße. Und damit meist auch der Zuspruch der Fans . Spendeten die rund 40 000 FCK-Anhänger nach dem miserablen Auftakt gegen Hannover (0:4) dem Team auf dem Betze auf noch aufmunternden Applaus, herrschte unter den 20 000 am Montag eher gespenstige Stille. Hoffnungen schwinden. Jedem wird spätestens jetzt klar sein, dass in dieser Runde jedes Spiel ein schwerer Gang werden kann für die Roten Teufel - und seine Fans .