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Auf „leicht übermotivierter“ Florentiana zu Silber

Auf „leicht übermotivierter“ Florentiana zu Silber

Die Nachwuchs-Dressurreiter haben in Winzeln auf sich aufmerksam gemacht. So siegte die erst zwölfjährige Helen Kretschmar aus Herxheim in der Klasse L vor Kerstin Müller. Auch in der M**-Dressur war die Jugend ganz vorn.

Denkbar knapp sind in Winzeln die Entscheidungen in einigen Dressurprüfungen gefallen. Mit Helen Kretschmar vom RRV Herxheim und Luisa Moser vom Rodalbtal sowie der deutschen Mannschafts-Vizemeisterin im Vierkampf, Louisa Dauenhauer vom Pfälzer Pony RFV Thaleischweiler-Fröschen in Klasse A, sattelten gleich drei Amazonen aus dem Pony-E-Kader - mit großem Erfolg.

In Klasse L auf Trense distanzierte die zwölfjährige Helen Kretschmar mit ihrem Deutschen Reitpony Dinero die Amazonen der Region, die die übrigen Schleifenränge belegten. Silber gewann Kerstin Müller vom RSV Walshausen mit der siebenjährigen Zweibrücker Stute Florentiana, die in ihrer schwungvollen Vorstellung anstelle eines geforderten einfachen Galoppwechsels gleich den fliegenden Wechsel aus der M-Dressur zeigte. "Da ist sie leicht übermotiviert", sagt Müller strahlend, die ebenso wie Kristina Sappok und Eva Lang vom RFV Pirmasens-Winzeln an der L/M-Qualifikation teilnimmt. Mit nur vier Punkten Rückstand eroberten Nina Jaqueline Schunck vom RV Grenzland-Kröppen und ihr Erfolgspferd Surprise den Bronzerang. "Er war letztes Jahr außer Gefecht, aber so langsam läuft es wieder", freut sie sich. Die 14-jährige Louisa Moser vom RV Rodalbtal verpasste zwar knapp das Treppchen, doch dafür ritt sie gleich mit ihren beiden Pferde, der Ponystute Venezia sowie dem Holsteiner Schimmel Quite Cantus, in die Schleifenränge.

Auch in der M**-Dressur rangierte die Jugend vor der Erfahrung: Saarlandmeisterin der Junioren, Marei Essig, verwies Willi Feltes (Wittlich) auf den Silberrang vor der jungen Luxemburgerin Veronique Henschen.

Am Sonntag sind zum krönenden Abschluss die Entscheidungen in der Olympiadisziplin Grand Prix gefallen. Mit einer blitzsauberen Vorstellung hatte sich der Saarländer Marcus Erkens von der RSG Hofgut Breitenberg und dem zehnjährigen Wallach Scolari an die Spitze des hochkarätig besetzten, zehnköpfigen Starterfeldes in dem mit 2500 Euro ausgeschriebenen Grand Prix de Dressage gesetzt. Mit 68,90 Prozentpunkten verwies er Vorjahressiegerin Uta Gräf diesmal auf den Silberrang (67,75 Prozent).