Auf dem Weg zum Titel

Seinen großen Triumph aus dem vergangenen Jahr will Felix Drumm am Samstag wiederholen. Als 19-Jähriger sicherte er sich damals den Titel bei der Deutschen U23-Crossmeisterschaft. Das sei auch dieses Mal drin, sagt der Mörsbacher, der erneut einen Sprung gemacht hat, selbstbewusst.

Zu einem guten Zeitpunkt kommt die Deutsche Cross-Meisterschaft für U23-Radfahrer Felix Drumm. Zwar ist die Generalprobe am Wochenende bei einem Rennen in Frankreich misslungen, dennoch ist das Ziel für den Mörsbacher klar: "Ich will auf jeden Fall meinen Titel verteidigen."

Mit einer kleinen Rückenverletzung ging Drumm aus dem letzten Wettkampf. "Ich kam am Start eigentlich perfekt weg, ging als Vierter ins Gelände, dann ist aber ein anderer Fahrer in mich hereingekracht", erzählt der 20-Jährige vom Wochenende. Drumm kämpfte sich noch ins Ziel, eine gute Platzierung blieb ihm verwehrt. Aber das Wichtigste: "Der Rücken ist wieder okay." So kann der 20-Jährige am Wochenende angreifen. "Die Titelverteidigung ist realistisch." Zwar sei das Stevens-Team stark, doch Paul Lindemann, einer der ärgsten Konkurrenten, der zu Beginn der Saison sogar stärker als Drumm gefahren sei, habe im Dezember abgebaut. "Ich muss einfach sehen, wie es auf der Strecke läuft, aber ich bin optimistisch."

Obwohl der Mörsbacher, gerade als amtierender Deutscher U23-Crossmeister, Druck verspüre, versucht er am Samstag locker in das Rennen im sächsischen Borna zu gehen. "Der Druck ist da, aber ich komme damit ganz gut zurecht", sagt der Fahrer des Focus CX Elite Teams, der ab der kommenden Runde für den Koblenzer Rennstall Kuota aufs Rad steigt, und schiebt lachend nach: "Es ist also nicht so, dass ich am Start stehe und zittere." Das Selbstvertrauen, das aus Felix Drumm spricht, hat er in den zurückliegenden Rennen gesammelt. "Ich merke deutlich, dass ich viel stärker bin, als im vergangenen Winter." Zwar wünsche sich der talentierte Nachwuchsfahrer international noch bessere Platzierungen. "Wenn ich im kommenden Jahr aber noch einmal einen solchen Sprung machen könnte, würde ich mich nicht beschweren." Blickt Felix Drumm auf die laufende Cross-Saison, in der er zahlreiche Rennen in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden erfolgreich absolviert hat, hadert er jedoch mit dem Abschneiden bei der EM im November in Lorsch. Als bester Deutscher kam er auf Rang 22 ins Ziel. "Der ganze Tag war da schon komisch, ich habe mich allgemein nicht gut gefühlt. Vielleicht hat es mir doch nicht so gut getan, dass die EM im eigenen Land stattfand, so viele Leute von mir vor Ort waren", resümiert der 20-Jährige. Allerdings sei der Zeitpunkt im November auch noch sehr früh gewesen. "Jetzt geht es bei mir erst richtig los", freut sich Felix Drumm auf die Deutsche Cross-Meisterschaft und die anstehende Weltmeisterschaft Anfang Februar im tschechischen Tabor, die was die eigene Form anbelangt, terminlich besser liegen für den Mörsbacher.