1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Am Samstag bestreitet die VTZ Saarpfalz ihr vorerst letztes Heimspiel in der 3. Liga Süd.

Kapitän geht von Bord : „Ich will mich mit einem Sieg verabschieden“

Am Samstag bestreitet die VTZ Saarpfalz ihr vorerst letztes Heimspiel in der 3. Liga Süd. Die Partie wird aber zur Randnotiz. Nach 17 Jahre in der ersten Mannschaft läuft Kapitän Philip Wiese ein letztes Mal in der Westpfalzhalle auf.

Am Samstag geht bei den Handballern der VT Zweibrücken eine Ära zu Ende, die ihresgleichen sucht. VTZ-Mannschaftskapitän Philip Wiese wird ein letztes Mal „seine Jungs“ bei einem Heimspiel aufs Feld führen. Nach der Saison beendet er seine aktive Laufbahn. Gegner der bereits als Oberliga-Absteiger feststehenden Zweibrücker ist der
SV Kornwestheim.

Machte Wiese in den vergangenen Wochen im Hinblick auf sein letztes Heimspiel noch einen relativ aufgeräumten Eindruck, steigt nun mit jedem Tag seine Vorfreude. Man muss kein Kaffeesatzleser sein, um voraussagen zu können, dass es für den Kapitän eine besondere Partie wird.

„Nervös würde ich mich nicht unbedingt beschreiben. Klar ist aber, dass die Anspannung steigt, weil jetzt der Termin immer näher rückt“, sagt Wiese und ergänzt: „Mit Sicherheit wird es emotional, wobei ich im Moment gar nicht sagen kann, wie es für mich am Samstag genau wird. Ich lasse mich überraschen. Ich freue mich aber natürlich.“

Nicht nur für den 34-Jährigen wird es ein ganz besonderes Spiel. Nach 17 Jahren in der ersten Mannschaft der VTZ ist es für die meisten Fans und Freunde immer noch kaum vorstellbar, in Zukunft eine VTZ ohne das Eigengewächs zu sehen. Viele Erfolge konnte die VTZ in dieser Zeit feiern, musste aber auch einige bittere Enttäuschungen hinnehmen. Doch egal, wie es auch lief, welche Spieler kamen und gingen – Wiese blieb. Mit seiner offenen Art und seinem enormen Einsatz war er so etwas wie der Fels in der Brandung, ein Führungsspieler, der voranging und Verantwortung übernahm.

Für sein letztes Heimspiel sind seine Wünsche recht einfach. „Ich will mich gerne mit einem Sieg verabschieden. Ansonsten hoffe ich natürlich, dass ein paar Zuschauer den Weg in die Halle finden. Wobei das nicht auf mich bezogen ist, denn auch andere Spieler werden verabschiedet. Ich hoffe, dass wir nochmal einen schönen Saisonabschluss zusammen feiern“, sagt das Zweibrücker Urgestein. Auch wegen solch bescheidener Aussagen genießt er ein hohes Ansehen und verdiente sich über die Jahre viele Sympathiepunkte. Der eigene Erfolg stand für ihn nie im Vordergrund. Wichtig war für ihn immer die Mannschaft und der Verein.

Am Samstag ab 19 Uhr wird also ein letztes Mal in der Westpfalzhalle aus den Lautsprecherboxen dröhnen: „Mit der Nummer fünf –
Philiiiip Wiese.“ Alle VTZler werden die Daumen drücken, dass seine letzten Wünsche voll in Erfüllung gehen.