Alles auf neu im Süden

Mit einem Heimspiel gegen die Bundesligareserve von HBW Balingen/Weilstetten starten die Zweibrücker Löwen am Samstagabend, 18 Uhr, in der Westpfalzhalle in die neue Drittligasaison. Diesmal allerdings in der Südstaffel.

Die letzte und bislang beste Saison in der Vereinsgeschichte ist damit abgehakt und "zu den Akten gelegt", alles steht wieder "auf null". Dass der siebte Tabellenplatz in der Weststaffel aus der Vorsaison allerdings eine "außergewöhnliche Geschichte" war, dessen sind sich die 64er bewusst. Die Zielsetzung ist deshalb wieder die alte: Klassenverbleib!

"Um unsere Ziele verwirklichen zu können, müssen wir unsere Heimspiele gewinnen", stellte SV-Trainer Stefan Bullacher heraus. "Und eigentlich wollen wir damit gleich heute anfangen." Der Zweibrücker Trainer hofft, dass Nils Wöschler, der im Pokalspiel in Aue eine starke Leistung gezeigt hatte, rechtzeitig aus seinem Urlaub zurückkehren wird. "Wenn alles planmäßig klappt, habe ich alle Spieler zusammen, mit denen wir die Vorbereitung durchgezogen haben", sagt Bullacher.

Was die taktische Vorbereitung auf das Saisonauftaktspiel gegen die Bundesligareserve der HBW Balingen/Weilstetten anbelangt, kamen allerdings auch noch weitere Erschwernisse hinzu. Über den Auftakt-Gegner konnten die Löwen nur wenige Informationen zusammentragen.

Einiges ist aber doch bekannt. Der letztjährige Tabellenelfte der 3. Liga Süd konnte sich zur laufenden Saison enorm verstärken. Mit Johannes Stumpf kam vom Ligakontrahenten TuS Fürstenfeldbruck der Torjäger, der im linken Rückraum immerhin 142/12 Tore erzielt hatte. Vom gleichen Verein schloss sich mit Markus Dangers auch ein "bulliger" Kreisläufer der Bundesligareserve der "Gallier von der Alb" an. Weiterhin wechselte mit René Zobel vom Zweitligisten TuSEM Essen ein Linkshänder zum Süd-Drittligisten, der den 64ern nicht unbekannt ist, da er in der vergangenen Saison mit einem Zweitspielrecht für die SG Ratingen ausgestattet war. Der sportliche Leiter der HBW Balingen/Weilstetten, Björn Kalenbach, traut allen drei Neuzugängen perspektivisch den Sprung in die erste Mannschaft zu.

Bullacher erwartet von den Württembergern eine aggressive 3:2:1-Formation und bezeichnet dies als "durchaus abweichende Spielphilosophie" der Süd-Drittligisten gegenüber den Mannschaften in der dritten Liga Staffel West. "Während im Westen häufig erfahrene Spieler mit Erst- und Zweitligaerfahrung auflaufen, die häufig dann in der defensiven 6:0-Abwehr verteidigen, spielen die Süddrittligisten überwiegend offensiver und auch wesentlich dynamischer."

Bullacher hofft, dass sich seine Mannschaft in der sicher nicht optimal verlaufenen Vorbereitungsphase gefunden hat, dass sie sich in der "neuen, alten" Liga behaupten kann. Auf die Erfahrungen, die seine jungen Spieler in der letzten Saison gemacht haben, möchte der Trainer aufbauen.