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Ältere brechen weg, Nachwuchs braucht Zeit

Ältere brechen weg, Nachwuchs braucht Zeit

Turnen: Mit nur 23 Startern geringe Beteiligung bei Gaumeisterschaft der Jungen. Teilnehmer der VTZ schneiden gut ab.

Über einen "kleinen, aber feinen Wettkampf" hat ich Uwe Reichert bei den Gaueinzelmeisterschaften der Gerätturner in Pirmasens gefreut. Der Wettkampfbeauftragte des Pfälzer Turnerbundes bedauerte dennoch die geringe Beteiligung von 23 Turnern. "Die älteren Turner brechen weg, können aus zeitlichen Gründen gar nicht mehr mitmachen und der Nachwuchs braucht seine Zeit", erklärt er die geringe Beteiligung.

Dennoch lobte Reichert die Turner, die sich dem Vergleich an den sechs Geräten stellten: "Ihr habt einen schönen Wettkampf abgeliefert und vor allem ist bei vielen Turnern eine gute Entwicklung im letzten Jahr sichtbar geworden". Mit so viel Zuspruch wuchsen auch die Kleinsten noch ein Stück und trugen stolz ihre Siegermedaillen und Urkunden.

Zuvor hatten sie an Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck ihre Pflicht- und Kürübungen gezeigt. "Da wurde gerade bei den Jüngsten sehr ordentlich geturnt", befand Reichert, der auch als Wettkampfleiter schon deshalb ein Auge auf die Turner warf, weil er als einer der Stützpunkttrainer im Westpfalzturngau für eben diese Leistungen verantwortlich zeichnet. Doch das bedeutet nicht nur eitel Sonnenschein. Die Gaumeisterschaften sind der Einstieg in die Wettkampfsaison "und Fehler gehören dazu", findet auch der Trainer. Aber auch Erfolgserlebnisse, die oft an neue Elemente geknüpft sind. So hat Marc Korb (TuS Winzeln) erstmals am Reck die Kippe geturnt. "Und sie hat geklappt", freute sich der 13-Jährige. 14,40 Punkte bekam er für seine Übung. Mehr als Maximilian Jung von der VT Zweibrücken, der hier 13,70 Punkte erhielt, mit 86,20 Punkten aber insgesamt Gaumeister im Pflicht-Sechs-Kampf der 13-/14-Jährigen wurde. Mit 85,40 Punkten wurde Korb Zweiter.

Ganz oben auf dem Podest stand auch der Zweibrücker Nico Hohlreiter (Jg. 2002/03) im Kür-Sechskampf der LK 2. Er erzielte 57,90 Punkte und siegte damit klar vor Carl Robert Burkhart (TV Dahn, 50,50 Pkt.). Als einziger Starter in der WK 220 (Jg.1997 und älter) sicherte auch der Zweibrücker Anatoli Kasanski den Titel (69,10 Pkt.). Ebenso kam Teamkollege Dominic Herte (Jg. 2008) im Pflicht-Sechskampf der Wk 309 zum Sige (78,00 Pkt.). Im Jahrgang 2004/05 landete Johann Wunderberg auf Rang drei (80,90 Pkt.). In der Konkurrenz sammelte er mit einer starken Leistung am Pferd mit 13,70 mehr Punkte als alle anderen Teilnehmer. Den Silberrang erkämpfte der VTZ-Starter Aaron Baumann im Jahrgang 2006 (81,20). Auch er war am Pferd nicht zu schlagen (13,90).

Bereits am Samstag können die Turner ihre Übungsteile wieder im Wettkampf zeigen, wenn sie in Grünstadt zu den Pfalzmeisterschaften antreten.