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500 Zuschauer beim Sky's the Limit des LAZ Zweibrücken, Holzdeppe muss passen

Meeting des LAZ Zweibrücken : 500 Zuschauer beim Sky’s the Limit zugelassen – Holzdeppe startet nicht

Dank einer von Ordnungsamt und Stadt genehmigten Ausnahmeregelung darf sich das LAZ Zweibrücken auf ein großes Publikum freuen. Der Lokalmatador muss aufgrund einer Knieverletzung passen, wird aber vor Ort sein.

Gute und schlechte Nachricht für die Fans des Sky’s the Limit: 500 Zuschauer dürfen am Samstag das internationale Speerwurf- und Stabhochsprung-Meeting des LAZ Zweibrücken live im Westpfalzstadion verfolgen. Lokalmatador Raphael Holzdeppe wird entgegen der ursprünglichen Planung allerdings nicht an den Start gehen. Am vergangenen Freitag hatte der Weltmeister von 2013 nach dem Aufwärmen aufgrund eines Sehnenproblems am rechten Knie bereits auf einen Start beim Meeting in Mössingen verzichtet. „Was genau es ist, kann ich noch nicht sagen“, erklärte der 31-Jährige auf Nachfrage, dass er mit seinem Arzt noch in der Findungsphase sei. Ob die Olympia-Saison und damit die Teilnahme an seinen vierten Spielen nach Peking 2008, London 2012 und Rio 2016 durch diese Verletzung für Holzdeppe platzen könnte, könne er zum jetzigen Zeitpunkt „weder bejahen noch verneinen“. Er wolle aber keinesfalls ein Risiko eingehen und sei daher am Samstag lieber als Zuschauer vor Ort.

Holzdeppe hatte bislang noch nicht recht in das Olympia-Jahr reingefunden, hat eine Saisonbestleistung von 5,50 Metern stehen. Und bräuchte trotz bereits abgehakter Norm von 5,80 Metern für Tokio noch einmal die Bestätigungshöhe von 5,70 Metern.

Am Montag erhielt der Verein von Stadt und Ordnungsamt zunächst aber die erfreuliche Bestätigung seines Antrags auf Zuschauererhöhung, wie Vorstand Alexander Vieweg mitteilte. Laut der ab Freitag gültigen Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz dürfen Freiluft-Veranstaltungen in Sport und Kultur erst bei einer Inzidenz unter 50 mit 500 Besuchern stattfinden. Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in Zweibrücken Anfang der Woche noch über 70 lag, können sich die Athleten aufgrund der Ausnahmeregelung aber auf tatkräftige Unterstützung von bis zu 500 Zuschauern freuen. „Jeder, der ins Stadion kommt, muss jedoch einen Nachweis erbringen“, erklärt Vieweg. Entweder einen negativen tagesaktuellen Coronatest – oder einen über die vollständige Impfung oder Genesung. Zudem müssen sich die Besucher vorab registrieren, was über einen Ticket-Link auf der Vereinshomepage www.laz.de oder direkt über den Anbieter Eventbrite (https://www.eventbrite.de/o/laz-zweibruecken-ev-33653012553) funktioniert. Der Zuschauerbereich vor Ort wird von dem der Sportler abgetrennt sein. „Es ist uns wichtig, dass sich die Athleten bei uns sicher fühlen“, sagte der 34-Jährige.

Durch Holzdeppes Absage reduziert sich das Teilnehmerfeld der Männer nach jetzigem Stand auf die acht Springer um den deutschen Meister Oleg Zernikel, die beiden Leverkusener Bo Kanda Lita Baehre und Torben Blech, Titelverteidiger Ben Broeders (Belgien), Meetingrekordhalter Menno Vloon (Niederlande), Melker Svärd Jacobsson (Schweden) sowie Sondre und Simon Guttormsen (Norwegen). Vieweg wolle aber nicht ausschließen, dass es hier noch die eine oder andere kleine Änderung geben könnte. Wie auch im Stabhochsprungfeld der Frauen, das trotz des Ausfalls der Französin Marion Lotout angewachsen ist. Zu den bereits verkündeten Teilnehmerinnen Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen), Jacqueline Otchere (Mannheim), der Leverkusenerin Katharina Bauer und der Schwedin Michaela Meijer gesellen sich Leni Wildgrube, Lauré Schwutzow (beide SC Potsdam), Dovile Scheutzow (Bayer Leverkusen) sowie Anne Berger (VfL Gladbeck).

Los geht das Sky’s the Limit am Samstag gegen 14.30 Uhr mit dem Stabhochsprung der Frauen. Kurz darauf, um 14.35 Uhr, folgt der Speerwurf der weiblichen U23 sowie der männlichen/weiblichen U20. Ab 17.30 Uhr wollen die Stabhochspringer hoch hinaus. Und ab 17.35 Uhr misst sich dann Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong in ihrem „Wohnzimmer“ mit der internationalen Konkurrenz.