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3. Handball-Liga: Wiese freut sich trotz Abstiegssorgen auf letzte Spiele mit VTZ

Noch nicht aufgeben : „Ich freue mich auf die letzten Spiele“

Der erhoffte Klassenverbleib ist für die Drittliga-Handballer der VT Zweibrücken in weite Ferne gerückt. Aufgeben will sich das Team um den scheidenden Kapitän Philip Wiese aber keinesfalls. Am Samstag geht’s nach Fürstenfeldbruck.

Fünf Spieltage vor Saisonende sind die Chancen der VT Zweibrücken-Saarpfalz auf den Verbleib in der 3. Handballliga Süd auf ein Minimum geschrumpft. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Am Samstag geht es für die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic bei der weitesten Auswärtsfahrt zum TuS Fürstenfeldbruch in der Nähe von München.

In Anbetracht der letzten Ergebnisse und der fast aussichtslosen Situation, können die Zweibrücker von einer Abschiedstour sprechen. Aufgeben will sich der Aufsteiger fünf Spieltage vor Schluss aber keinesfalls. Für den Klassenverbleib bräuchte es allerdings schon ein mittelgroßes Wunder. Für einen VTZ-Akteur werden die letzten Spiele eine Spur emotionaler werden, als für den Rest. Doch davon lässt sich Philip Wiese keineswegs beeindrucken – und von mangelnder Motivation kann bei ihm auch nicht die Rede sein. „Ich freue mich auf die letzten fünf Spiele. Es sind beziehungsweise waren in dieser Saison noch ein paar Highlights dabei.“ Wie zuletzt bei der HG Saarlouis. „Ich freue mich aber genauso, nochmal gegen Haßloch anzutreten und auch erstmals in Fürstenfeldbruck, wo ich bislang noch nie gespielt habe“, zeigt sich Wiese, der nach 17 Jahren in der ersten Mannschaft der VTZ am Saisonende die Handballschuhe an den Nagel hängen wird, motiviert wie eh und je.

Für die Verantwortlichen der Zweibrücker bedeutet das jetzt eine Menge Arbeit. Es gilt nicht nur, den wahrscheinlichen Abstieg aus der 3. Liga zu managen, sondern auch das Herzstück der Mannschaft zu ersetzen. Jedes Ausscheiden aus dem Kader birgt aber auch immer die Chance für andere Spieler, aus dem Schatten des Vorgängers zu treten und selbst den nächsten Schritt zu machen.

Am Samstag treffen in Fürstenfeldbruck zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt wenig zu lachen hatten. So weit die beiden Teams tabellarisch voneinander entfernt sind, Platz 15 bei der VTZ und Platz acht beim TuS, so ähnlich waren die zurückliegenden Wochen. Beide warten seit fünf Spieltagen auf einen doppelten Punktgewinn. Fürstenfeldbruck kostete diese Misere einige Plätze. Waren sie nach der Hinrunde noch in der Spitzengruppe der Liga, sind sie mittlerweile einige Plätze weiter nach unten durchgereicht worden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einige Partien gingen nur hauchdünn verloren. Zudem ist die Mannschaft von Martin Wild immer wieder von Verletzungssorgen geplagt, was den Coach oft zu neuen Lösungen zwang. Erschwerend hinzu kommt noch, dass Rückraumspieler Matthias Hild sich im Februar dem Ligaprimus HSG Konstanz angeschlossen hat. Seit seinem letzten Spiel, dem Heimsieg gegen die Balinger Bundesligareserve, gelang kein Sieg mehr.

Philip Wiese freut sich am Samstag vor allem auf die Atmosphäre in der Halle. „Sie haben immer viele Zuschauer. Zudem hat Fürstenfeldbruck natürlich eine richtig starke Mannschaft, die sehr heimstark ist. Mit ihrem Publikum im Rücken haben die schon richtig Wucht“, betont der Zweibrücker. „Der TuS spielt schnell nach vorne, was wir schon im Hinspiel gut sehen konnten. Aber auch die Deckung ist wirklich sehr präsent, weil sie körperlich sehr stabil aufgestellt sind.“ Der TuS hat derzeit den fünftbesten Angriff der Liga und in Michael Luderschmid einen sehr starken Torhüter, der Spiele alleine entscheiden kann.

Der TuS Fürstenfeldbruck geht als klarer Favorit in die Partie. Nach den zuletzt unbefriedigenden Ergebnissen wird die Mannschaft von Martin Wild sicher hochmotiviert zu Werke gehen und den heiß ersehnten ersten Sieg seit Februar einfahren wollen. Für die Zweibrücker gilt hingegen, dass jeder Spieler über die komplette Spielzeit am Maximum agieren muss, wenn sie eine Chance haben wollen.