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3. Handball-Liga: SV 64 Zweibrücken freut sich auf den Wiederbeginn

3. Handball-Liga : SV 64 Zweibrücken fiebert Re-Start entgegen

Der Handball-Drittligist spielt ab Mitte April in einer „attraktiven“ Gruppe um zwei Plätze im DHB-Pokal. Bei der knappen Testspiel-Niederlage gegen Pforzheim gab der ausgeliehene Torwart Florian Pfaffmann sein Debüt für den SV.

Für die Handballer des SV 64 Zweibrücken hat das Warten auf den Wiedereinstieg in die aktuelle Saison ein Ende. Am späten Montagabend gab die Spielkommission des Deutschen Handballbundes (DHB) den Termin für die Weiterführung der Saison 2020/21 in der 3. Bundesliga bekannt. „Ich freue mich, dass es jetzt endlich wieder losgeht und wir unter Wettkampfbedingungen spielen können“, sagt SV 64-Trainer Stefan Bullacher.

Am Wochenende nach den Osterfeiertagen, dem 10. und 11. April, kehren alle Drittliga-Vereine, die von ihren Landesregierungen als Profimannschaften eingestuft wurden, in den Spielbetrieb zurück. In sechs Staffeln werden dann zwei Aufstiegsplätze für die 2. Bundesliga sowie sechs Teilnehmer für den DHB-Pokal ermittelt. Die sogenannte Aufstiegsrunde spielen 14 Vereine in zwei regionalen Pools mit anschließendem Play-Off-Modus. Für den DHB Pokal qualifizieren sich – je nach Staffelgröße – der Erst- beziehungsweise die beiden besten Teams aus vier weiteren und ebenfalls nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilte Gruppen. Dabei treffen die Zweibrücker Löwen in der Gruppe C auf viele namhafte Gegner, die in ihrer Vereinshistorie bereits auf die Zugehörigkeit in der zweiten Bundesliga zurückblicken können. Neben den 64ern und der HSG Nieder-Roden kämpfen mit den Teams aus Saarlouis, Gelnhausen, Kirchzell, Groß-Bieberau, Bad Neustadt und Gensungen-Felsberg gleich sechs ehemalige Zweitligisten um die zwei begehrten Startplätze im DHB Pokal. Der Spielplan und der genaue Modus solle nach DHB-Angaben zeitnah festgelegt werden.

„Die Gruppe ist sehr reizvoll und die Gegner sind extrem attraktiv“, ist Bullacher mit der neuen Lösung zum Wiedereinstieg in den Pflichtspielbetrieb der 3. Liga sehr zufrieden. „Für unsere junge Mannschaft ist es enorm wichtig, sich auch regelmäßig im Spielbetrieb zu messen, um sich weiter entwickeln zu können. Wir haben die große Chance auf einen versöhnlichen Abschluss eines ganz schwierigen Jahres – und diese Chance wollen wir nutzen“, betont der Zweibrücker Coach.

Personell sieht der Übungsleiter auch wieder Licht am Ende des Tunnels. Beim Vorbereitungsspiel gegen die SG Pforzheim-Eutingen am vergangenen Wochenende kehrten mit Tom Grieser, Benni Zellmer und Marc Robin Eisel gleich drei angeschlagene Spieler wieder in den Kader zurück. Verzichten mussten die 64er allerdings auf seinen verletzten Torhüter Marko Ivankovic (Muskelfaserriss), Kapitän Philipp Hammann (Rückenschmerzen), Tim Schaller (studienbedingt), Niklas Bayer (Knie-OP) und Tom Ihl (Hand-OP). Deshalb nominierte Bullacher die beiden Youngster Peter Gohl und Fabian Naumann, die ihre Sache gut machten. Sein Debüt im Löwentrikot feierte zudem Florian Pfaffmann. Der Torwart vom Oberligisten TV Offenbach ist bis Saisonende ausgeliehen und kehrt danach wieder zu seinem Heimatverein zurück, wie der SV 64 mitteilt.

Beim Spiel in der Westpfalzhalle mussten allerdings nicht nur die Gastgeber am Samstag auf einige Leistungsträger verzichten. Denn auch das Team aus der Goldstadt trat die Reise nach Zweibrücken mit großen personellen Sorgen an. Durch den Ausfall von mehreren Leistungsträgern gab SG-Coach Alexander Lipps ebenfalls einigen Nachwuchskräften die Möglichkeit, Spielerfahrungen zu sammeln. In einer spannenden und umkämpften Partie setzten sich die Gäste aus Pforzheim am Ende knapp, aber verdient mit 25:24 durch.

Aufstellung des SV 64 Zweibrücken: Alex Dörr 1 und Florian Pfaffmann im Tor, Tim Götz 4, Christopher Huber 4, Benni Zellmer 1, Robin Eisel 3, Philipp Kockler 3, Kian Schwarzer 2, Tom Grieser 1, Sebastian Meister 2, Tobias Alt 1, Peter Gohl 2, Fabian Naumann.