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1.FC Kaiserslautern will gegen 1.FC Magdeburg weitere drei Punkte

3. Fußball-Liga : FCK will gegen Magdeburg nachlegen

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern geht nach dem ersten Saisonsieg mit Rückenwind ins Kellerduell gegen den FCM. Doch auch der Gegner feierte zuletzt ein seltenes Erfolgserlebnis.

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern ist nach dem ersten Saisonsieg gierig auf die nächsten drei Punkte. Im Kellerduell gegen den ehemaligen DDR-Meister 1. FC Magdeburg wollen die Pfälzer unbedingt nachlegen, um den Sprung ins Tabellenmittelfeld zu schaffen. „Ich weiß gar nicht, ob wir mehr Druck als in den vergangenen Wochen haben. Wir können aber nach dem ersten Saisonsieg in Zwickau jetzt ein wenig befreiter aufspielen. Ich hoffe, dass uns das Selbstvertrauen gegeben hat und wir das ins Spiel gegen Magdeburg mitnehmen können“, sagte FCK-Trainer Jeff Saibene auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Die Roten Teufel treffen am heutigen Samstag auf einen Gegner, der in einer sehr ähnlichen Situation steckt wie die Lauterer selbst. Auch der FCM ging als großer Club mit vielen Ambitionen in die Saison – fand sich dann aber schnell im Tabellenkeller wieder. Anders als der FCK wechselten die Magdeburger ihren Trainer bisher nicht. Michael Hoßmang stand jedoch aufgrund vieler schwacher Leistungen seiner Mannschaft zuletzt häufig in der Kritik. Dann feierte auch der Club von der Elbe in der vergangenen Woche einen immens wichtigen Sieg. Dazu stellte der FCM in dieser Woche mit Otmar Schork einen neuen Sportdirektor vor. Der 63-Jährige hatte zuvor jahrelang als Geschäftsführer beim SV Sandhausen gearbeitet und den kleinen Club aus der Kurpfalz in der 2. Bundesliga etabliert.

In der Tabelle liegt Magdeburg einen Punkt hinter den Roten Teufeln. Zwar war der Sieg über die Reserve des FC Bayern bereits der zweite Saisonsieg für den FCM – die Sachsen-Anhalter kassierten aber in dieser Spielzeit bereits sechs Niederlagen, was vor allem an der schwachen Abwehr lag. Zusammen mit dem SV Meppen stellt Magdeburg die Schießbude der Liga.

FCK-Coach Jeff Saibene hält den FCM trotzdem für „einen sehr ernst zu nehmenden Gegner.“ Ebenso wie die Pfälzer selbst, gehen sie mit viel Rückenwind in das Duell. „Sie sind offensiv gut besetzt, mit viel Speed über die Seiten, spielen gute Schnittstellenpässe“, analysiert der Luxemburger den Zweitliga-Absteiger von 2019.

Wie will der FCK also agieren? „Wir wollen eigentlich jedes Spiel mit der gleichen Art und Weise angehen. Wir wollen aktiv verteidigen, wollen mutig Fußball spielen, wir wollen auch im Ballbesitz viel Aktivität haben“, kündigt Saibene an.

Nach vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen dürfte der Coach kaum Anlass haben, seine Startelf großartig zu verändern. Der Luxemburger ließ mögliche personelle Wechsel aber noch offen und nannte die in Zwickau eingewechselten Janik Bachmann und Hendrick Zuck, der das Siegtor erzielte, als erste Kandidaten für einen Einsatz von Beginn an. „Wir haben sicher ein paar Optionen, um zu wechseln. Aber ich muss die letzten Trainingseinheiten noch abwarten“, sagte der 52-Jährige und fügt hinzu dass seine Jungs dort zuletzt einen richtig guten Eindruck machten.

„Da ist viel Qualität und vor allem auch Leidenschaft drin“, sagte ein sichtlich imponierter Saibene. Das sei zwar alles in den letzten Wochen auch schon ähnlich gewesen. Doch es mache eben einen gewaltigen Unterschied ob man nach einem Sieg ins Training kommt oder nach einer Niederlage oder Unentschieden. „Ich hoffe, dass der Sieg uns wirklich Auftrieb gibt“, sagt der Coach.

Der Druck, sei indes beim FCK nicht wirklich gesunken. „Wir sind seit Wochen im Tabellenkeller und hatten jede Woche extremen Druck. Das hat sich jetzt nicht verändert. Verändert hat sich, dass wir den ersten Sieg eingefahren haben und, dass wir dadurch vielleicht ein bisschen lockerer aufspielen können“, erklärt der Trainer.

Jeff Saibene, Trainer des FCK, will gegen den FCM aktiv verteidigen lassen. Foto: dpa/View

Neben den drei Langzeitverletzten Lukas Gottwalt, Dominik Schad und Anas Bakhat fehlt dem FCK am Samstag weiter auch Marius Kleinsorge, der das letzte Spiel seiner zweiwöchigen Rot-Sperre absitzen muss. Top-Torschütze Marvin Pourié (Knieblessur) und Marlon Ritter (Probleme an der Ferse) sind leicht angeschlagen und trainierten in der dieser Woche nur reduziert. „Ihr Einsatz ist noch ein bisschen fraglich“, sagte Saibene.