DFB-Pokal Perfektes Debüt für Grammozis

Kaiserslautern · Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Roten Teufel bezwangen am Dienstagabend im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis den Ligarivalen 1. FC Nürnberg auf dem Betzenberg mit 2:0 (0:0). Sorge um Torschütze Ragnar Ache.

 Die Entscheidung: Marlon Ritter und Tobias Raschl (von oben) feiern Ragnar Ache, der gerade das Tor zum 2:0-Endstand für den 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg erzielt hat. Ein Wermutstropfen: Der gerade erst wiedergenesene Ache musste kurz darauf ausgewechselt werden.

Die Entscheidung: Marlon Ritter und Tobias Raschl (von oben) feiern Ragnar Ache, der gerade das Tor zum 2:0-Endstand für den 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg erzielt hat. Ein Wermutstropfen: Der gerade erst wiedergenesene Ache musste kurz darauf ausgewechselt werden.

Foto: IMAGO/Zink/IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Der 1. FC Kaiserslautern hat Dimitrios Grammozis ein perfektes Debüt beschert und sich ins Viertelfinale des DFB-Pokals gekämpft. Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer setzten sich die Roten Teufel am Dienstag dank eines späten Doppelschlags mit 2:0 (0:0) gegen den Zweiliga-Rivalen 1. FC Nürnberg durch und stoppten nach vier Pflichtspielniederlagen den freien Fall.

Zwei Tage nach der Verpflichtung von Grammozis schossen Richmond Tachie (75.) und Ragnar Ache (78.) den FCK erstmals seit zehn Jahren unter die letzten acht Mannschaften des Wettbewerbs – und sorgten für Feierstimmung auf dem Betzenberg. Die Nürnberger verpassten in einem äußerst intensiven, aber spielerisch eher dürftigen Duell dagegen die Wiedergutmachung für die jüngste Ligaklatsche gegen Fortuna Düsseldorf (0:5).

Grammozis, der von 2000 bis 2005 als Spieler beim viermaligen Meister Kaiserslautern unter Vertrag stand, beerbte Dirk Schuster – und startete motiviert. „Bei mir herrscht brutale Vorfreude“, sagte der neue FCK-Coach vor der Partie. Im Vergleich zur Ligapleite in Magdeburg (1:4) nahm er zwei Änderungen in der Startelf vor. Boris Tomiak und Nikola Soldo spielten für Kevin Kraus und Julian Niehues. Letzterer fehlte wegen eines Magen-Darm-Infekts.

Den Frust der vergangenen Tage wollten die Pfälzer vor 48 349 Fans im stimmungsvollen Fritz-Walter-Stadion in positive Energie umwandeln. Entsprechend engagiert legte der FCK los, der Offensivschwung verpuffte nach starkem Beginn jedoch wieder. In einem umkämpften Duell zweier Traditionsklubs blieben klare Torchancen zunächst aus. Zwar scheiterte Lauterns Marlon Ritter in der 8. Minute am Pfosten. Wegen einer Abseitsstellung hätte der Treffer aber nicht gezählt.

Erst nach der Pause sorgten die Nürnberger für Gefahr: Lauterns Torhüter Julian Krahl parierte beim Kopfball von Ahmet Gürleyen aber stark auf der Linie (53. Minute). Kaiserslautern erhöhte den Druck dann in der Schlussphase. Nach einer Flanke von FCK-Kapitän Jean Zimmer schob Tachie eiskalt zur Führung ein. Der Torschütze legte zudem den zweiten Treffer des eingewechselten Ache vor. Nach einem weiten Abschlag von Torwart Krahl spielte Ache einen Doppelpass mit Tachie, ließ Nürnbergs Florian Hübner stehen – und sorgte in der 78. Minute für die Vorentscheidung.

Ein möglicher Wermutstropfen für den FCK: Ache, der nach einer Bänderverletzung gerade erst wiedergenesene Top-Torjäger der Roten Teufel, humpelte kurz vor Schluss vom Feld und musste an der Wade behandelt werden. Grammozis gab aber zumindest leichte Entwarnung: „Ragnar hat signalisiert, dass die Wade ‚zugemacht‘ hat. Ich glaube nicht, dass es etwas Ernstes ist“, sagte der Trainer.

Bei den Pfälzern überwog nach dem erfolgreichen Einstand des neuen Übungsleiters nach den zuletzt so durchwachsenen Wochen jedenfalls die Erleichterung. „Es freut mich riesig für die Mannschaft, dass sie sich endlich mal belohnt hat“, sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen am Mikrofon der ARD: „Das war kollektiv ein super Auftritt.“

Grammozis sprach bei der Pressekonferenz nach der Partie von einer „gemischten ersten Halbzeit. Nach der Pause haben wir dann beide Tore gut rausgespielt und mit den Fans im Rücken verdient gewonnen.“ Der neue Trainer ergänzte: „Es waren intensive Tage für mich und die Mannschaft. Kompliment an die Spieler, dass sie sich dieses Erfolgserlebnis mit viel Leidenschaft und Intensität erarbeitet haben.“

Die DFB-Pokal-Partie des Fußball-Regionalligisten FC Homburg gegen den Zweitligisten FC St. Pauli war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.

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