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1. FC Kaiserslautern fehlen gegen Wehen womöglich 15 Spieler

3. Fußball-Liga : Den Roten Teufeln fehlen bis zu 15 Spieler

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern empfängt am Samstag den SV Wehen. Nach dem Corona-Ausbruch Mitte der Woche müssen die Roten Teufel gegen die Hessen, bei denen ein neuer Trainer an der Seitenlinie steht, mit einem Rumpfkader auskommen.

Zu Beginn jeder Spieltags-Pressekonferenz nennt Stefan Roßkopf, der Pressesprecher des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern, die Namen jener Spieler, die in der kommenden Begegnung nicht zur Verfügung stehen werden. „Die Liste ist heute leider etwas länger“, sagte Roßkopf am Freitag vor dem Spiel der Roten Teufel an diesem Samstag um 14 Uhr im Fritz-Walter-Stadion gegen den SV Wehen Wiesbaden mit einem gequälten Lächeln im Gesicht.

Die gute Nachricht: Zu den positiven Corona-Befunden, die der Verein am Mittwoch vermeldete (wir berichteten), sind keine hinzugekommen. Die schlechte: Die Partie gegen die Hessen muss der FCK trotzdem arg ersatzgeschwächt bestreiten. Neben den Langzeitverletzten Lucas Röser, Anas Bakhat und Anil Gözütok, dem gesperrten Simon Stehle sowie Neal Gibs und Marius Kleinsorge (Trainingsrückstand) fehlen am Samstag womöglich noch eine ganze Reihe weiterer Spieler. Das Mitwirken der beiden Torhüter Matheo Raab und Lorenz Otto sowie der Feldspieler Felix Götze, Kevin Kraus, Philipp Hercher, Muhammed Kiprit, Hendrick Zuck und Jean Zimmer sei krankheitsbedingt noch offen, teilte Roßkopf mit. Wer von diesen Spielern sich mit dem Virus infiziert hat, ließ er offen. Nach Informationen des Internetportals „Der Betze Brennt“ sind fünf Spieler sowie zwei Mitglieder des Betreuerstabes betroffen. Zudem ist der Einsatz von René Klingenburgs nach einem Muskelfaserriss fraglich. Das wären im Maximalfall also 15 Spieler, die dem FCK auf dem Betzenberg nicht zur Verfügung stehen. Ein kleiner Lichtblick: Hikmet Ciftci dürfte nach seiner Muskelverletzung erstmals seit Ende August wieder im Kader stehen.

„Uns betrifft das Corona-Thema genauso wie ganz Deutschland. Wir haben auch Impfdurchbrüche, Genesene und Spieler, die noch nicht geimpft sind. Den betroffenen Spielern geht es gut, sie haben milde Verläufe bis gar keine Symptome“, sagte Lauterns Trainer Marco Antwerpen, der sich trotz der unklaren Personalsituation optimistisch gab: „Wir werden eine Mannschaft auf den Platz bringen, die Wehen Wiesbaden schlagen kann und werden sehr, sehr gut eingestellt ins Spiel gehen. Wir vertrauen den Spielern, die morgen auflaufen werden – die werden eine richtig gute Leistung bringen“. Auf die Frage, ob man die jüngste Euphorie, die nach 16 gesammelten Punkten in den vergangenen sieben Spielen entstanden sei, nun dämpfen müsse, meinte Antwerpen nur: „Wir dämpfen hier gar nichts.“

15 800 Karten hatte der FCK für das „2G-Spiel“ am Freitag abgesetzt. Die Unterstützung seiner Anhänger werden die dezimierten Roten Teufel gebrauchen können. Denn mit dem SV Wehen, bei dem am Samstag die ehemaligen Lauterer Sascha Mockenhaupt und Gino Fechner in der Startelf stehen könnten, kommt das beste Auswärtsteam der Liga auf den Betzenberg. Die Hessen, die in der Tabelle punktgleich hinter dem FCK auf Rang sieben liegen, haben fünf ihrer acht Partien in der Fremde gewonnen. Trotzdem musste Trainer Rüdiger Rehm beim SV Ende Oktober überraschend seinen Hut nehmen. Nach den Interimstrainern Mike Krannich und Nils Döring steht nun Markus Kauczinski an der Seitenlinie. Kauczinskis Einstand ging allerdings gründlich schief: Im Hessenpokal musste seine Mannschaft gegen einen Oberligisten (Friedberg) – wie allerdings auch der FCK gegen Mechtersheim – früh die Segel streichen.

Es ist übrigens bereits die dritte Begegnung, die Kaiserslautern in dieser Saison gegen einen Gegner absolvieren muss, der gerade erst den Trainer gewechselt hat. Auch gegen Duisburg und Würzburg stand ein neuer Übungsleiter an der Seitenlinie.

„Das Pokalspiel von Wehen haben wir gesehen und versuchen möglichst viele Informationen einzuholen, welche Spielidee sie unter dem neuen Trainer verfolgen. Wir fühlen uns aber gut eingestellt“, versprach Antwerpen.

Der 1. FC Saarbrücken hat seine Durststrecke in der 3. Fußball-Liga beendet. Durch ein 4:2 (1:0) beim SC Verl schob sich das Team von Trainer Uwe Koschinat auf den dritten Platz vor. Adriano Grimaldi war mit einem Doppelpack (15./73.) der Matchwinner. Zudem trafen Maurice Deville (71.) und Julian Günther-Schmidt (90.+4/FE). Leandro Putaro (60.) und Ron Berlinski (65.) hatten Verl zwischenzeitlich in Führung gebracht. (sid)