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1. FC Kaiserslautern braucht in Meppen einen Sieg

Dritte Fußball-Liga : Kaiserslautern reist zum Kellerduell

Der Fußball-Drittligist tritt am Samstag beim SV Meppen an. Beide Mannschaften benötigen dringend einen Sieg.

Zumindest ein klein wenig war der Schock über die schwere Verletzung von Dominik Schad am Freitag verklungen. Der Außenverteidiger des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hatte sich am Mittwoch im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt das Wadenbein gebrochen und wird dem FCK bis zu einem halben Jahr fehlen. „Ich habe Dome noch am Abend geschrieben und am nächsten Morgen mit ihm telefoniert. Er hat einen guten, stabilen Eindruck gemacht. Ich bin mir sicher, er wird stark zurückkommen“, sagte Lauterns Trainer Jeff Saibene.

Mehr Zeit, angesichts der Horror-Verletzung ihres Mitspielers zur Normalität zurückzufinden, haben die Roten Teufel ohnehin nicht. Am Samstag um 14 Uhr steht für den FCK das Kellerduell der 3. Liga beim SV Meppen auf dem Programm. Kaiserslautern ist Tabellen-17., der SVM Vorletzter. Der FCK, der in den vier Spielen unter Saibene noch nicht verloren – aber eben auch nicht gewonnen hat – benötigt einen Sieg. Sonst steht den Pfälzern ein stürmischer Herbst bevor. Einen Erfolg benötigen freilich auch die vom früheren Nationalspieler Thorsten Frings trainierten Niedersachsen, die am letzten Spieltag mit 1:4 beim Halleschen FC unterlagen.

Die Probleme des Gegners habe Saibene wahrgenommen, eine Rolle spielen sollen sie aber nicht. „Wir wollen uns nicht viel mit Meppen beschäftigen. Wir haben unsere Prinzipien, eine Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen. Darauf konzentrieren wir uns – auf unsere Stärken, die wir umsetzen wollen“, sagte der Luxemburger.

Zumindest den einen oder anderen Tipp über die Meppener möchte sich der 52-Jährige aber doch noch abholen. Und zwar von Marius Kleinsorge. Der Flügelspieler trat vier Jahre lang beim SVM gegen den Ball, wechselte vor der Saison auf den Betzenberg. „Ja, mit ‚Kleine’ werde ich mich heute Abend im Hotel nochmal kurz unterhalten“, kündigte Saibene an.

Unterhalten hat er sich mittlerweile auch mit Michael Henke. Der Sportdirektor des FC Ingolstadt hatte dem FCK-Coach am Mittwoch nach dem Abpfiff von hinten einen Tritt mit dem Knie verpasst. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Henke wegen des Verdachts eines unsportlichen Verhaltens. Henke habe ihn angerufen und sich entschuldigt, berichtete Saibene. „Ich will nichts dramatisieren. Entschuldigung angenommen. Thema abgeschlossen“, ergänzte er.

Von der Leistung seiner Elf beim 1:1 gegen Ingolstadt war der Fußball-Lehrer durchaus angetan. Mit einer Ausnahme. „In Überzahl haben wir die Bälle zu schnell hergegeben, da waren wir nicht clever.“ Kaiserslautern hatte zur Pause verdient mit 1:0 in Führung gelegen, spielte nach einer Roten Karte gegen Ingolstadts Caniggia Elva nach einer Stunde sogar mit einem Mann mehr auf dem Feld. „Wenn wir in der Phase auf Ballbesitz spielen, kommt der Gegner gar nicht dazu, die vielen langen Bälle in die Spitze zu schlagen. Alle kannst du nicht verteidigen und einer ist dann durchgerutscht“, monierte Saibene, der die Partie trotzdem für „einen Schritt in die richtige Richtung“ hielt. „Das muss der Maßstab für die nächsten Spiele sein“, forderte der 52-Jährige, der anstelle von Dominik Schad in Meppen voraussichtlich Philipp Hercher in der Startelf aufbieten wird.

Neben Schad muss der FC Kaiserslautern auch auf die verletzten Anas Bakhat, Lukas Gottwalt, Nicolas Sessa, Alexander Winkler und Hikmet Ciftci verzichten.

Aufgrund von drei Coronafällen bei Fußball-Drittligist Türkgücü München ist das Spiel beim FSV Zwickau kurzfristig abgesagt worden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte mit, dass man auf Antrag von München die für Freitagabend terminierte Partie absetzt. Zwickau stimmte dem Prozedere zu. Ein Ausweichtermin ist noch offen. Es ist bereits die dritte Absage in der laufenden Drittliga-Saison.
Auch Drittliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken hat einen Corona-Fall in seinen Reihen. Vor dem Spiel am Sonntag (13.00 Uhr) gegen den SC Verl ist nach Clubangaben vom Freitag der 29 Jahre alte Abwehrspieler Steven Zellner positiv getestet worden. Die Austragung der Partie sei bisher nicht gefährdet. „Die Mannschaft wird heute und morgen noch einmal getestet“, hieß es.