1. Pfälzischer Merkur

Müllgebühren werden sinken

Kaufangebot : Müllgebühren werden sinken

Zweibrückens Oberbürgermeister begrüßt Verkauf der Müllverbrennungsanlage.

„Das ist ein erfreuliches Ergebnis“, wertet der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) das Kaufangebot des Unternehmens Energy from Waste (wir berichteten). Der bisherige Betreiber bietet 49 Millionen Euro für die Müllverbrennungsanlage in Pirmasens. Eine Kosten-Nutzung-Betrachtung für Zweibrücken habe die Ansicht der Stadt bestätigt, dass „alles für den Verkauf“ spricht.

Aber nicht allein die hohe Summe freut den Oberbürgermeister. „Ich gehe davon aus, dass nach dem Verkauf die Verbrennungspreise signifikant fallen. Und das geben wir dann an die Gebührenzahler weiter“, nennt Wosnitza den Vorteil für die Bürger. Bisher waren die Mitglieder des Zweckverbandes Abfallverwertung Südwestpfalz (ZAS), die Städte Zweibrücken, Pirmasens, Landau sowie die Kreise Südwestpfalz, Südliche Weinstraße und Germersheim, gezwungen, den Müll in Pirmasens zu verbrennen, zu Preisen über den Marktpreisen, wie der UBZ-Vorstand Werner Boßlet schon vor Jahren moniert hatte.

Künftig sei die Stadt nicht mehr gezwungen, den Müll in Pirmasens abzuliefern. Wohin der Zweibrücker Restmüll ab 2024 gebracht wird, werde bis dahin entschieden, sagt Wosnitza. Wie stark die Müllgebühren sinken, könne er noch nicht sagen. Alternativ zum Verkauf hätte der ZAS die Anlage ab 2024 selbst weiter betreiben können. „Dann hätten wir dafür sorgen müssen, dass die Anlage ausgelastet wird.“ Neben dem „Auslastungsrisiko“ hätte der ZAS das Personal zu tragen und kommende Investitionen in die 25 Jahre alte Anlage.

Doch vor dem endgültigen Verkauf muss der ZAS zustimmen. Doch bis auf Pirmasens haben alle Gebietskörperschaften die Zustimmung zum Verkauf signalisiert (wir berichteten).