Zweibrücken Steine bringen Kinder in Bewegung

Zweibrücken · Seit diesem Jahr ist die Mittelbacherin Saskia Griffin im Auftrag der Stadt als Bewegungsmanagerin tätig. Jüngstes Projekt: Bewegungssteine, die zeigen, dass Bewegungsförderung für Kinder und sogar Rollstuhlfahrer gleichermaßen möglich ist.

 in der Zweibrücker Kindertagesstätte Meisenstraße haben die Kinder Bewegungssteine gestaltet.

in der Zweibrücker Kindertagesstätte Meisenstraße haben die Kinder Bewegungssteine gestaltet.

Foto: Elisabeth Heil

Kinder brauchen Bewegung – so oft es geht und mit Freude. Leider ist das heute keinesfalls mehr Selbstverständlich“, weiß Saskia Griffin. Die Mittelbacherin, seit März in Zweibrücken Bewegungsmanagerin für die Initiative „Land in Bewegung“, will das mit kreativen Ideen ändern. Jüngste Aktion ist ein Bewegungsparcours, den sie jüngst in der Zweibrücker Kindertagesstätte Meisenstraße vorstellte. „Vor den Sommerferien habe ich kleine Schiefertafeln verteilt, die die Kinder mit ihren Erzieherinnen individuell gestalten durften“, erzählt Griffin. „Wir haben sie bemalt und mit Übungsaufgaben verstehen“, erzählt die Kitaleiterin Jördis Uhlig. „Besonders unsere kleinen Fußballspieler hatten hierzu tollen Ideen“, fügt sie hinzu.

Jetzt hängen elf dieser Schiefertafeln an den Bäumen im Kitahof und animieren die Kinder, wann immer sie möchten, den Parcours zu absolvieren. Die Bewegungsanreize reichen dabei von kleinen Tänzen über sportliche Herausforderungen bis hin zu koordinationsfördernden Aktivitäten. Ferse an den Po, Kniebeuge oder Knie zum Ellenbogen lauten zum Beispiel die Übungen, die sich die Kinder überlegt haben. „Darüber hinaus haben wir Bewegungssteine mit kleinen Malereien und Aufgaben versehen und einen Teil von ihnen bereits auf unserem Spazierweg entlang des Radwegs am Hornbach ausgelegt“, sagt Uhlig. Saskia Griffin ergänzt: „Wer möchte und die Steine findet, darf gerne die jeweilige Übung machen, vielleicht auch ein Foto posten, den Stein weitertragen oder selbst einen bemalen“, möchte sie die Zweibrückerinnen und Zweibrücker zum Mitmachen animieren.

Doch nicht nur Kindergärten und Schulen sollen von der Initiative profitieren dürfen. Auch Einrichtungen, die sich um beeinträchtige Menschen kümmern, will Saskia Griffin erreichen. So hat das Caritas-Förderzentrum Paul Josef Nardini in der Siebenpfeifferstraße die Bewegungssteine bereits in seine Arbeit integriert. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Bewegungsförderung inklusiv zu gestalten und deshalb einen Bewegungsparcours geschaffen, der speziell auf Rollstuhlfahrer ausgerichtet ist“, sagt Stefan Dinhof, Bereichsleiter Fördern und Betreuen. „Wir haben die Bewegungssteine so gestaltet, dass sie auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich und ansprechend sind. Dieser inklusive Ansatz soll zudem zeigen, dass Bewegungsförderung keine Barrieren kennen sollte und für alle zugänglich sein kann.“ Übrigens: Wie die Kita Meisenstraße hat auch das Caritas Förderzentrum kleine Bewegungssteine auf seinen Spazierwegen rund um die Einrichtung ausgelegt. Dritter im Bunde ist aktuell der Bewegungskindergarten in Großsteinhausen. Hier gestalten Team und Kinder allerdings einen öffentlichen Bewegungssparcours im Ort, der für alle zugänglich ist. Anfang Oktober soll er fertig sein.

Wer ebenfalls mitmachen möchte oder auch andere Ideen hat, kann sich an Saskia Griffin wenden, Tel. 0157 868 728 51, E-Mail s.griffin@lsbrlp.de