1. Pfälzischer Merkur

Fc Kaiserslautern und 1860 München trennen sich 1:1

Remis gegen die Löwen : Rote Teufel verpassen Sieg zum 120. Vereinsjubiläum

Der 1. FC Kaiserslautern kommt gegen 1860 München nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und steckt weiter im Abstiegskampf.

Als der Himmel pünktlich zum Anpfiff seine Schleusen öffnete, sahen die Vorzeichen nicht schlecht aus für den 1. FC Kaiserslautern. Doch trotz Fritz-Walter-Wetters kamen die Roten Teufel am Mittwochabend auf dem Betzenberg gegen den Tabellensechsten TSV 1860 München nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Das Geschenk in Forms eines Sieges an den pfälzischen Traditionsverein, der in dieser Woche 120 Jahre alt wurde, blieb aus.

„Mehr Aggressivität“, hatte FCK-Coach Boris Schommers im Vorfeld der Partie von seiner Mannschaft gefordert. Trotz des 1:0-Erfolges der Roten Teufel im ersten Spiel nach der Corona-Pause beim 1. FC Magdeburg hatte der Übungsleiter noch viel Luft nach oben gesehen.

Zu Spielbeginn waren es allerdings die Gäste, die der Partie bei strömendem Regen und tiefem Rasen ihren Stempel aufdrückten. Keine fünf Minuten waren gespielt, als Münchens Stefan Lex den Ball von der rechten Seite in den Pfälzer Strafraum brachte und Löwen-Kapitän Sascha Mölders zum Kopfball kam. FCK-Torwart Avdo Spahic lenkte den Ball an den Innenpfosten, von wo das Spielgerät die Torlinie entlang kullerte. Eine Zeigerumdrehung später hatten die Gastgeber erneut Glück. Spahic schätzte einen Rückpass falsch ein, der auf dem tiefen Geläuf keine Fahrt aufnahm. Der Torwart, der den gesperrten Lennart Grill (5. Gelbe) vertrat, konnte wenige Meter vor dem Tor nur noch den heranstürmenden Lex anschießen – das Leder ging knapp am Pfosten vorbei.

Die Löwen machten das Spiel – aber der FCK das Tor. Lauterns Top-Torschütze Florian Pick schaltete nach einem Ballgewinn schnell um und passte das Leder zu Lucas Röser, der flach zur schmeichelhaften Führung für die Hausherren traf (14. Minute). Im Anschluss entwickelte sich eine unterhaltsame Partie auf Augenhöhe. Und mit Chancen auf beiden Seiten. Mölders verpasste für die Gäste eine dicke Gelegenheit auf den Ausgleich (17.). Aber auch der FCK war nun im Spiel. Nach einer Münchner Ecke reagierte der starke Pick gedankenschnell, ließ bei seinem fulminanten Alleingang über das komplette Feld mehrere Gegenspieler stehen, zielte aber aus 16 Metern knapp am Tor vorbei (22.). Und der FCK legte nach. Röser scheiterte mit einem Absatzkick (23.) einem Freistoßaufsetzer von Hendrick Zuck parierte Löwen-Keeper Marco Hiller (26.).

Gerade als sich Kaiserslautern die Führung zu verdienen schien, schlugen die Gäste zurück. Stürmer Mölders spielte aus dem Mittelfeld einen Steilpass auf Lex, der allein vor Spahic auftauchte und zum Ausgleich traf (31.). Im Anschluss verflachte die bis dahin unterhaltsame Partie – und wurde ruppiger. Auf Lauterer Seite holte sich Philipp Hercher eine Gelbe Karte ab – auf der Gegenseite traf es kurz nacheinander Mölders und Dennis Erdmann. Beim Stand von 1:1 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause nahm die Partie zunächst wenig Fahrt auf. 1860 München hatte etwas mehr vom Spiel, verzeichnete zwei Halbchancen – doch auf beiden Seiten verpufften die Angriffe zunehmend wirkungslos. Torraumszenen blieben Mangelware.

Nach einer Stunde brachten beide Trainer frisches Personal. Beim FCK ersetzte Hikmet Ciftci den besten Pfälzer Pick und Manfred Starke kam für Carlo Sickinger.

Es dauerte aber bis zur 72. Minute bis die Roten Teufel ihre erste echte Gelegenheit im zweiten Durchgang verzeichneten. Röser brachte den Ball vom Flügel scharf vor das Tor der Gäste. Doch der Kopfball von Christian Kühlwetter verfehlte sein Ziel. In der Schlussphase gingen weder die Pfälzer noch die Bayern voll ins Risiko. 1860 hatte noch eine Chance durch Prince Owusu.Doch es blieb beim gerechten Remis. Der FCK liegt durch den Punktgewinn auf Rang zwölf, ist mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aber nicht alle Abstiegssorgen los.

Am Sonntag um 14 Uhr tritt Kaiserslautern beim Schlusslicht Carl Zeiss Jena an, das am Mittwoch überraschend bei Spitzenreiter MSV Duisburg einen Punkt entführte (1:1).