1. Pfälzischer Merkur

FC Homburg will bei Mainz II an Leistung aus letztem Spiel anknüpfen

Fußball-Regionalliga : An die Leistung von letzter Woche anknüpfen

Fußball-Regionalligist FC Homburg tritt gut in Form zum Auswärtsspiel beim FSV Mainz II an. Bisher weiß der Club noch nicht, ob dies das letzte Spiel vor einer Zwangspause im November sein wird.

Dass der FC Homburg am heutigen Samstag um 14 Uhr bei der U 23 des FSV Mainz 05 spielen wird, steht fest. Doch was passiert danach? Bis jetzt weiß der Club aus der Regionalliga Südwest noch nicht, ob es dann weiter geht. Die zuständigen Regionalverbände diskutierten erst, ob sie die vierthöchste Spielklasse als Profiliga einstufen sollen. Bisher gilt sie als Amateurliga, obwohl einige Clubs reine Profimannschaften sind – auch der FC Homburg. Nur wenn die Regionalliga den Status Profiliga erhält, geht der Spielbetrieb (und auch das Training) im November weiter.

Die Landesregierungen der Bundesländer Saarland und Hessen hätten, so unbestätigte Meldungen, die Regionalliga Südwest schon am Donnerstag als Profiliga anerkannt. Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern wollten erst am Freitag darüber abstimmen. Bis zum Redaktionsschluss lag noch keine Ergebnis vor.

FCH-Trainer Matthias Mink zeigte sich von den Unsicherheiten bezüglich der Zukunft nach dem Spieltag bisher gelassen. „Erst einmal gilt unsere ganze Konzentration der Partie am Samstag bei der U 23 des FSV Mainz 05.“ Dort erwarte er eine typische Ausbildungsmannschaft eines Bundesligisten mit vielen jungen aber auch einigen erfahrenen Spielern. „Mainz hat bereits zehn Punkte im eigenen Stadion geholt, ist also doch ziemlich heimstark.“ Um den anvisierten Sieg zu holen, will das Mink-Team möglichst an die Leistungen aus dem 6:1-Heimerfolg gegen den VfR Aalen anknüpfen.

Bis auf Serkan Göcer (Kreuzbandriss) , Patrick Lienhard (Innenbandanriss im Knie) und Daniel Di Gregorio (muskuläre Probleme in der Wade) stehen alle anderen Spieler dem FC Homburg in Mainz zur Verfügung. Sehr wahrscheinlich wird Mink in Mainz wieder auf die erfolgreiche Startelf aus dem letzten Heimspiel gegen Aalen setzen.

Das würde bedeuten, dass auch Stürmer Patrick Dulleck wieder von Beginn an mitmischt. Der 30-jährige absolvierte beim 6:1-Heimsieg sein 100. Punktspiel für den FC Homburg. Ein ganz besonderes Spiel für Dulleck, denn zu seinem Jubiläum besorgte er den so wichtigen 2:1-Führungstreffer. „Klar freut man sich über jedes Tor, das man selbst macht. Aber viel  wichtiger ist natürlich der Gesamterfolg und gegen Aalen haben wir richtig Klasse gespielt“, blickt Dulleck zurück. Drei Tore und drei Vorlagen stehen bisher schon in der Bilanz von Dulleck – und das, obwohl er nicht immer von Beginn an ran durfte.

Ausgebildet einst bei den Nachwuchsteams der TSG Hoffenheim (U17) und Karlsruher SC (U19) spielte Patrick Dulleck bis 2014 bei der zweiten Mannschaft des Karlruher SC ehe er den Sprung zu den Profis schaffte. Hier kam er auf 19 Drittligaspiele für die Badener.

Weil er mehr Einsätze Im Juni 2014 verschlug es ihn für zwei Jahre zur SV Elversberg. In der Regionalliga Südwest hatte Dulleck schnell seine sportliche Heimat gefunden. Zehn Tore in 36 Spielen für die SVE waren eine ordentliche Bilanz. Dulleck zog weiter zum TSV Steinbach-Haiger und traf dort erstmal auf seinen heutigen Trainer Mathias Mink. Nach einer Saison mit zehn Treffern bei den Westerwäldern folgte 2017 der Wechsel zum FCH. Drei Jahre später ist Dulleck in Homburg wieder mit seinem Trainer von damals vereint.

Seine bisher beste Saison in der Regionalliga spielte Dulleck 2018/19. Damals erzielte der 30-Jährige 13 Treffer. Eine Marke, die er in dieser Saison knacken möchte? Dulleck lacht: „Klar will ich soviele Tore wie möglich machen, aber ehrlich – man weis ja nie wie so eine Saison verläuft.“

Ähnlich wie sein Trainer will Dulleck sich nicht von den vielen Unwegbarkeiten wegen der Corona-Krise verrückt machen lassen. Der Fokus liege auf Mainz und dann sehe man weiter.

“In Mainz wollen wir konzentriert spielen, um mit drei Punkten weiter unsere gute Tabellenposition zu festigen“, sagt Dulleck, der den FC Homburg in der vergangenen Winterpause beinahe in Richtung Rot-Weiß Essen verlassen hätte. Er stand in ernsthaften Verhandlungen mit dem West-Regionalligisten – doch der Wechsel platzte. Jetzt hat „Dulle“ noch Vertrag bis 2021. Den möchte er erfüllen – und so viele Tore wie möglich erzielen. Dafür hat er unter Umständen auch im November die Gelegenheit. Dafür müsste die Regionalliga-Südwest jedoch als Profiliga deklariert werden.