1. Pfälzischer Merkur

Fasanariestraße in Zweibrücken soll Fußweg bekommen

Missstand an Fasaneriestraße in Zweibrücken : Gefährlich schmaler Fußweg zur Fasanerie

Der Seitenstreifen entlang der Fasaneriestraße wird von vielen Menschen benutzt. Jedoch ist dieser sehr schmal – zu schmal, findet Walter Rimbrecht.

Immer wenn Walter Rimbrecht den Weg entlang der Fasaneriestraße läuft, fühlt er sich unwohl. Und sobald er ein Auto aus der Ferne hört, das näher und näher kommt, der Motor lauter und lauter, dann wird er nervös. Sehr sogar. Der Grund: Der Abstand zwischen Straße und Seitenstreifen ist, so schildert es der SPD-Stadtrat, alles andere als breit. Und damit nicht ungefährlich. Im Gegenteil. Gerade die Strecke zwischen Wohnanlage und Wald bereitet ihm Kopfzerbrechen: „Dieser Teil ist sehr schmal. Daraus ergeben sich Gefahren für die Fußgänger. Das kommt regelmäßig vor.“

Rimbrecht sieht vor diesem Hintergrund dringenden Handlungsbedarf. „Auch, weil der Seitenstreifen immer wichtiger geworden ist, seit so viele Wohnungen am Fasanerieberg entstanden sind.“ Das habe zur Folge, dass immer mehr Fußgänger den Weg Richtung Fasanerie hin und zurück benutzen würden, konstatiert Rimbrecht: „Und das sogar nachts.“ Außerdem sei auch sonntags, gerade bei sommerlichen Temperaturen, „eine richtige Prozession unterwegs“, hält er fest.

Bis zuletzt sei der Seitenstreifen eigentlich noch ziemlich sicher gewesen, erinnert sich der pensionierte Berufsschulleiter. Doch dann habe „der Landwirt seinen Acker fast bis zum Teerstreifen und damit bis zur maximalen Grenze ausgedehnt“. Für Rimbrecht ist dieser Eingriff ursächlich für das Problem: „Denn bis dahin hatte man als Fußgänger eigentlich genügend Platz.“ Seitdem jedoch nicht mehr. Gerade für Rollstuhlfahrer und Fußgänger mit Kinderwagen gebe es „kein Durchkommen, ohne auf die Straße auszuweichen“. Besonders dann, wenn Menschen ihnen entgegenkommen würden, gehe das nicht anders. „Und jetzt muss man sich mal vorstellen, die Auto fahren an dieser Stelle mit 50, 60 oder 70 Kilometer heran – und in diesem Moment sind Leute auf der Straße.“ Das, resümiert Rimbrecht, sei „natürlich eine Gefahrensituation“.

Rimbrecht sieht im Status quo aber keine unlösbare Aufgabe. Im Gegenteil. Vielmehr glaubt er, dass die Gefahren schnell beseitigt werden könnten. „Es würde eigentlich schon ausreichen, wenn der Weg etwas verbreitert wird, indem der Grünstreifen etwas eingeebnet und mit Schotter begehbar gemacht würde.“ Damit würde der aktuell als „Hundeklo“ umfunktionierte Grünstreifen wieder als Fußweg taugen. Mit der positiven Folge, dass „die Menschen nicht mehr dieser Gefahr ausgesetzt wären“, hebt Rimbrecht hervor.

Das Thema liegt Rimbrecht hörbar auf dem Herzen – nicht zuletzt deshalb, weil bei seinen Spaziergängen entlang der Straße die eigene Herzfrequenz in deutlich höherem Takt schlägt. Deshalb stellte er zuletzt in seiner Funktion als Stadtratsmitglied eine Anfrage an Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD). Der ist auch Verwaltungsratsvorsitzender des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ), der für derartige Aufgaben verantwortlich zeichnet. Rimbrecht machte dem Oberbürgermeister deutlich, dass dort, an diesem neuralgischen Punkt, dringend etwas getan werde müsse. Zum Schutz der Fußgänger.

Nachdem er einige Tage auf eine Antwort gewartet hatte, erhielt Rimbrecht zuletzt eine Rückmeldung. Die Botschaft: Man wolle sich darum kümmern. „Und das ganz in meinem Sinne“, erzählt Rimbrecht. So sei ihm mitgeteilt worden, dass der Weg geschottert werden soll. Eine preiswerte Lösung.
„Etwas anderes habe ich aber auch gar nicht verlangt“, erklärt er.

Nun hofft Rimbrecht natürlich, dass das Versprechen möglichst bald eingelöst wird. Auch für sein eigenes Wohlbefinden wäre das natürlich nicht schlecht. Er will endlich wieder entspannt auf dem Weg entlang der Fasaneriestraße spazieren gehen.