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CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf führt jetzt offiziell die Liste für die Landtagswahl an

Ludwigshafen/Zweibrücken : Baldauf setzt auf Bildung und Innovation

CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf führt jetzt offiziell die Liste für die Landtagswahl im März an. Ein Wahlprogramm hat die CDU zwar noch nicht. Baldauf gibt aber Leitplanken vor. Der Zweibrücker Christoph Gensch liegt auf Platz 16 der Landesliste.

Eine Vorschule im letzten Kindergartenjahr, mehr Deutschunterricht in der Grundschule und ein Innovations-Ministerium: Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Christian Baldauf, hat am Samstag in Ludwigshafen Schwerpunkte für eine Landesregierung unter seiner Führung vorgestellt. Damit sind die Eckpfeiler des Programms für die Landtagswahl am 14. März nächsten Jahres vorgegeben.

Mit 98,62 Prozent der Stimmen wurde Baldauf anschließend offiziell auf den ersten Platz der Landesliste gewählt. 215 von 218 Delegierten stimmten für ihn, 3 gegen ihn. „Das hervorragende Ergebnis“ zeige die Stärke und Geschlossenheit der CDU, sagte er im Anschluss.

Der Zweibrücker Christoph Gensch landete mit 92,1 Prozent der Stimmen auf dem aussichtsreichen 16. Platz der Landesliste.

Der Deutschunterricht in der Grundschule solle um eine Wochenstunde aufgestockt werden, wenn er die Wahl gewinne, kündigte Baldauf an. „Wer als Kind kein gutes Deutsch kann, verliert den Anschluss.“ Deshalb müsse mit der Einrichtung von „Starterklassen“ früh gegengesteuert werden. Dabei handle es sich um eine reguläre Vorschule im letzten Kindergartenjahr mit Deutschtests für alle Vorschulkinder und mit verpflichtenden Förderhilfen.

Um die innere Sicherheit zu stärken, werde es unter seiner Regierung mehr Vollzeitstellen bei der Polizei geben und das Thema Integration ins Innenministerium geholt, sagte der 53-Jährige.

Das Ministerium für Innovation, Forschung, Wissenschaft und Energie solle Kreativität, Erfindergeist und Gründerkultur im Land bestmöglich fördern. Baldauf will auch das Finanzministerium ausbauen.

In der Staatskanzlei solle eine Steuerungsstelle für „Bioökonomie“ eingerichtet werden. „Das ist die vernünftige Verzahnung von Ökologie und Wirtschaft und Digitalisierung“, erläuterte Baldauf. „Gesundheit und Pflege sollen neu gewichtet werden und in einem Ministerium für Verbraucherschutz gebündelt werden.“

 Der Zweibrücker Christoph Gensch landete auf dem aussichtsreichen Platz 16 der Landesliste.   Foto: Arnold/dpa
Der Zweibrücker Christoph Gensch landete auf dem aussichtsreichen Platz 16 der Landesliste. Foto: Arnold/dpa Foto: dpa/Andreas Arnold

Baldauf grenzte sich zugleich mit scharfen Worten deutlich von der AfD ab. „Die Partei ist politisch das Allerletzte – aber keine Alternative für Deutschland.“ Er warf der Partei „respektlose, unverfrorene Geschäfte mit der Angst der Menschen vor“.