Perspectives bleiben noch ein Jahr am Eurobahnhof

Perspectives bleiben noch ein Jahr am Eurobahnhof

Saarbrücken. Zumindest noch ein Jahr kann das Festival Perspectives die Buswerkstatt nutzen. 2012 muss Hamard Ersatz finden - und hat das neue Herzstück schon, wie sie versichert. Nennen will sie die zukünftige Clubadresse nicht. Am Montag wird Hamard den Spielplan des diesjährigen Festivals vorstellen. Das Datum hat sich noch einmal verschoben. Start ist jetzt einen Tag früher, am 5

Saarbrücken. Zumindest noch ein Jahr kann das Festival Perspectives die Buswerkstatt nutzen. 2012 muss Hamard Ersatz finden - und hat das neue Herzstück schon, wie sie versichert. Nennen will sie die zukünftige Clubadresse nicht.Am Montag wird Hamard den Spielplan des diesjährigen Festivals vorstellen. Das Datum hat sich noch einmal verschoben. Start ist jetzt einen Tag früher, am 5. Mai, die letzte Vorstellung läuft am 15. Mai. Einige Programmpunkte sind bereits seit längerem bekannt. Unter anderem die Eröffnungs-Premiere: "L'Immédiat" von Camille Boitel. ein bizarr-clownesker Mix aus Zirkus, Theater, Slapstick und Straßentheater, den Hamard als eine Entdeckung schildert: "Nicht nur sehr gut, sondern auch künstlerisch innovativ", sagt sie.

Als Tanz-Highlight ist die Berliner Szene-Choreografin Constanza Macras (Foto: Schaubühne Berlin) angekündigt. Sie kommt nicht mit "Megalopolis" nach Saarbrücken, dem Stück, das 2010 den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" erhielt, sondern mit einer Neu-Produktion: "Berlin Elsewhere" wird am 13. April in der Berliner Schaubühne uraufgeführt. Ob das Stück die progressiv-dynamische Qualität besitzt wie "Big in Bombay", mit dem Macras vor sechs Jahren bei den Perspectives gastierte und bejubelt wurde, ist noch nicht raus. Die Perspectives koproduzieren das Stück der Macras-Compagnie Dorkypark. Nur so sei möglich, dass Saarbrücken der erste Gastspiel-Ort für die international gefragte Choreografin sei, so Hamard. Sie kündigt zudem eine stärkere Konzentration auf die deutsch-französische Linie des Festivals an.

Weil sich die Publikumsgunst für die Perspectives unter Leitung von Hamard seit 2006 nachhaltig stabilisiert hat, kann die Chefin jetzt an der Image-Steigerung arbeiten: "Wir haben bereits einen Ruf im Theatermilieu, aber der muss sich weiterentwickeln. Wir legen den Fokus jetzt auf die Medien-Kontakte. Ich möchte, dass die Perspectives international einen Namen bekommen", sagt Sylvie Hamard. Das Festival Programm für 2011 sei dafür ein guter Testballon.