Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:33 Uhr

Leipzig
Zoff unterm Weihnachtsbaum

An Weihnachten gibt es häufig Streit.
An Weihnachten gibt es häufig Streit. FOTO: Andrea Warnecke / dpa-tmn
Leipzig. Das Fest der Liebe artet oft in Stress und schlechte Stimmung aus. Doch es gibt Möglichkeiten, das zu verhindern.

() Zu Weihnachten soll möglichst alles perfekt sein – Gänsebraten, Geschenke und auch die Familienharmonie. Doch stattdessen kommt es oft zum großen Zank. Nach einer Umfrage des Kreditinstituts Creditplus enden die Feiertage für jeden zweiten Deutschen im Streit. Doch was kann man tun, damit unterm Weihnachtsbaum nur Geschenkpapier-Fetzen fliegen?

Brisante Gemengelage

Aus den eigenen Erwartungen und denen der anderen entwickelt sich mitunter eine brisante Gemengelage. Eigene Ansprüche „sind an Weihnachten bei manchen besonders hoch“, sagt der Psychologe Bernhard Leipold von der Universität der Bundeswehr in München. „Das macht sensibel.“ Wer beispielsweise nur in der Küche rotiert, um ein großartiges Essen zu zaubern, für den bleiben Besinnlichkeit und Zeit für die Familie oft auf der Strecke.

Ansprüche und Besuchsstress

In einer aktuellen Umfrage des Kantar-Emnid-Instituts für das Magazin „Chrismon“ nennt fast jeder Dritte (29 Prozent) „zu hohe Erwartungen an die Harmonie“ als Grund für Familienstreit zum Fest. 14 Prozent geben zu viele Besuchsverpflichtungen als Grund an, acht Prozent zu viel Alkohol sowie jeweils drei Prozent Streit über das Fernsehprogramm und enttäuschende Geschenke („nicht schon wieder Omas Socken“). Ein Drittel der Befragten kann sich indes nicht so recht erklären, warum es ausgerechnet an Weihnachten knallt und sie so gereizt reagieren.

Einfach mal Nein sagen

Experten raten dazu, „einfach mal Nein zu sagen“ und zu akzeptieren, dass das Weihnachtsfest nicht perfekt sein muss. Automatisierte Weihnachtsrituale sind kein Garant für ein gelungenes Fest. Rituale sollten sich den aktuellen Lebensbedingungen und veränderten Wertevorstellungen sowie dem Alter der Kinder anpassen. Dabei kann auch mal mit Traditionen gebrochen werden – statt mit der Familie zu feiern, geht es in den Urlaub, oder ein Buffet ersetzt eben das mehrgängige Dinner.

Nicht zu viel Kommerz

Auch der Stress mit den Weihnachtsgeschenken passt vielen Menschen nicht. In einer Dekra-Umfrage von 2016 beklagte fast jeder Fünfte zu viel Kommerz. Gleichwohl ergeben sich viele bedingungslos dem Konsumrausch. „Die Beschenkten sollten frei darin sein, wie sie auf Geschenke reagieren“, sagt Leipold. Entscheidend sei, dass einem die Adressaten wichtig sind und deutlich wird, dass „wir uns Mühe gegeben haben“. Auch sollten Großeltern ihre Geschenk­ideen für die Enkel am besten rechtzeitig mit den Eltern absprechen. Wenn diese Nein sagen, sollten Oma und Opa das akzeptieren.

Weniger ist mehr

Einschränkungen bei Geschenken und Besuchen, der Verzicht auf aufwändige Menüs, und die Planung von Kirchgang und Spielen können für Entspannung sorgen. Auch sollte das totale Familienzusammensein keinesfalls erzwungen werden. Das gilt besonders für Jugendliche. Am besten sollten alle schon im Vorfeld ihre Wünsche äußern und klären, wer die Dekoration und den Baum besorgt, wer backt und welche Geschenke ausgetauscht werden.

Unterschiedliche Erwartungen

Streit gibt es häufig um die Frage, wie groß das Fest gefeiert werden soll: Während der eine lieber zu zweit bleiben möchte, ist es für den anderen selbstverständlich, die Familie miteinzubeziehen. Ähnliches gilt für Reiseziele. Da rät die Diplompsychologin Monika Deininger: „Zieht es den einen in die Berge und den anderen ans Wasser, kann man trotzdem gemeinsam in den Urlaub fahren – zum Beispiel an den Bodensee.“