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Waldbrand in Brandenburg
Die ersten Bewohner können in ihre Häuser zurück

Der große Waldbrand in Brandenburg ist nach den Worten des Landesinnenministers inzwischen stark eingedämmt. Auch können die ersten Bewohner in ihre Häuser zurück. Die Brandbekämpfung kann aber noch Tage dauern.

Erste Bewohner, die wegen des verheerenden Waldbrands im Südwesten Brandenburgs ihre Häuser verlassen mussten, können zurück nach Hause. Die Evakuierung von Frohnsdorf werde am Mittag aufgehoben, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei einem Besuch am Einsatzort.


Über das Aufheben der Evakuierung der beiden anderen Orte werde am Nachmittag entschieden. „Hier muss ich die Menschen um Geduld bitten“, sagte Woidke. Am Donnerstagabend hatten rund 500 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.

Nach Einschätzung von Woidke wird der Einsatz noch längere Zeit dauern. „Es kann sich um Tage handeln“. Bislang haben man alle Häuser schützen können. Allerdings: „Große Sorge macht der Wind.“



Am Freitag kämpften rund 600 Helfer gegen die Flammen bei Treuenbrietzen auf rund 350 Hektar. Unterstützung gab es unter anderem auch von der Feuerwehr aus Sachsen-Anhalt. Sie konnten den Brand am Freitagmorgen stark eingedämmen. „Weite Teile sind unter Kontrolle“, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Einsatzort. Wenn der Wind so bleibe, sehe er gute Chancen, dass das Feuer bald gelöscht werden könnten.

Derzeit gebe es aber noch mehrere größere Brandstellen. Die Bundeswehr und die Bundespolizei seien mit Hubschraubern im Einsatz. Zudem spritzten die Wasserwerfer der Polizei Wasser in den Wald bei Treuenbrietzen. Die Arbeiten würden noch mehrere Tage dauern, sagte Schröter.

(das/dpa)