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Vereinte Nationen verurteilen Gewalt gegen Albinos

Genf. dpa/afp

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, zeigt sich entsetzt über jüngste Angriffe auf Menschen mit Albinismus in Ostafrika . In den vergangenen sechs Monaten seien in Tansania, Malawi und Burundi mindestens 15 Albinos entführt, verwundet oder getötet worden, heißt es in einer Genfer Erklärung der Vereinten Nationen . Die Attacken, die sich häufig gegen Kinder richteten, seien von schockierender Bösartigkeit, so Hussein.

Erst am Samstag sei ein sechsjähriger Junge in der Stadt Sumbawanga im Haus seiner Eltern angegriffen und schwer verletzt worden. Laut dem UN-Bericht trennten ihm die Täter seine rechte Hand ab. Im Januar wurde in Ostafrika ein ein Jahr altes Baby wegen seiner weißen Haut getötet. Körperteile von Albinos gelten in Afrika als Glücksbringer und werden von selbsternannten Zauberern immer wieder für Rituale genutzt.