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Verdacht auf versuchter Totschlag
Ullrich nach Absturz wohl im Entzug

Der ehemalige deutsche 
Rennradfahrer 
Jan Ullrich.
Der ehemalige deutsche Rennradfahrer Jan Ullrich. FOTO: dpa / Gian Ehrenzeller
Frankfurt/Saarbrücken. Nach dem Vorfall in einem Frankfurter Luxus-Hotel vom Freitag wird gegen Ex-Radprofi Jan Ullrich weiter ermittelt. Dies gelte sowohl für den Verdacht des versuchten Totschlags als auch der gefährlichen Körperverletzung gegen eine Escort-Dame, sagte gestern die Frankfurter Polizei.

Er soll die 31-Jährige derart gewürgt haben, dass ihr schwarz vor Augen wurde. Das Hotelpersonal alarmierte auf Bitte der Frau die Polizei.


Ein Saarbrücker Geschäftsmann bestätigte indes der „BamS“, „dass Jan Ullrich in eine Entzugsklinik gefahren ist und mit der Therapie begonnen hat“. Der Mann begleitete den früheren Radprofi demnach am Samstag in die Klinik. Die Polizei bestätigte die Meldung zunächst nicht, genau wie Ullrichs Anwalt.

Bei seiner Festnahme am frühen Freitagmorgen soll Ullrich mutmaßlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden haben. Am Freitagabend wurde er vorläufig in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen. Die Ermittler sprachen von einer „Eilentscheidung“: Ullrichs seelischer und körperlicher Zustand sei zu dem Zeitpunkt eine Gefahr für ihn selbst und für andere gewesen.