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Glosse
Geplantes Nachdenken

Glosse.
Glosse. FOTO: picture alliance / dpa / Tobias Hase
Viele Menschen haben Gedanken, wissen aber gar nicht mehr, wohin damit. Und das bedeutet: Ihnen fehlt fürs Denken das richtige Zeitmanagement. So rät die Zeitschrift „Harvard Business Manager“, dass Berufstätige Zeit zum Reflektieren und Nachdenken fest einplanen – und das gilt für arbeitende Menschen und für Führungskräfte. Dieser Hinweis ist sehr wertvoll, wurde doch gerade in diesem Bereich offenbar viel falsch gemacht. So gaben manche ihr Hirn bei Arbeitsantritt an der Garderobe ab, vergaßen dann aber, es zur Denkpause wieder abzuholen. Andere dagegen dachten ungeplant während der Arbeitzeit – mit Nebenwirkungen wie Zweifeln und Konflikten. Von Pia Rolfs

Nun aber ist endlich klar, wie es laufen soll: Einfach eine gezielte Auszeit fürs Nachdenken nehmen und dafür vorher eine Liste vorbereiten – das allerdings notgedrungen gedankenlos, denn dieser Vorgang liegt ja zeitlich vor der Denkpause. Anhand der Liste kann sich dann jeder selbst Fragen stellen, diese beantworten und abhaken. Das kann zwar bisweilen zu Wahnsinn führen. Aber keine Sorge. Wer nicht einplant, darüber nachzudenken, dem fällt das vielleicht gar nicht auf.