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Streit um Antisemitismusvorwürfe
Textzeilen von Kollegah und Farid Bang nicht strafbar

Berlin. Im Streit um Antisemitismusvorwürfe gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang hat die Justiz die Musiker entlastet und ihre umstrittenen Textzeilen als nicht strafbar eingestuft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zum Straftatbestand der Volksverhetzung seien eingestellt worden, sagte Sprecher Ralf Herrenbrück am Samstag.

Zwar seien einige dieser Zeilen „politisch nicht korrekt“ – in der Abwägung „überwiegen aber die Kunstfreiheit und die Meinungsfreiheit“. Der Streit um die Texte hatte die Abschaffung des Musikpreises Echo zur Folge. Gegen die Musiker waren rund ein Dutzend Strafanzeigen gestellt worden. Der Vorwurf: Gewaltverherrlichung, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus im Album „JBG3“.