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Terroranschlag mit 49 Toten
Neuseelands Polizei will Video von Moschee-Angriff im Netz löschen

Die Behörden versuchen, die Ausbreitung des Videos, das der Attentäter während seines Anschlags in Christchurch gemacht hat, zu stoppen. In den sozialen Netzwerken und auch von vielen Medien werden Bewegtbilder des Angriffs verbreitet. Von Jan Drebes

Die neuseeländische Polizei arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Verbreitung eines Videos vom mutmaßlichen Terror-Angriff in Christchurch zu verhindern. Ermittler forderten die Öffentlichkeit am Freitag auf, Links zu dem Video nicht im Internet zu teilen. Auch viele Medien hatten Bewegtbilder des Anschlags gezeigt.


Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern unterstützte den Aufruf der Behörden. Diesem „Akt der Gewalt“ dürfe kein Raum geboten werden. Das 17-minütige Video, wohl vom mutmaßlichen Attentäter selbst gefilmt, soll den Angriff auf die erste Moschee zeigen.

Facebook teilte mit, nach einem Hinweis der neuseeländischen Polizei das Profil des mutmaßlichen Attentäters sowohl auf Facebook als auch auf Instagram entfernt zu haben. Auch der Livestream sei entfernt worden.



Der neuseeländische Rechtsprofessor Alexander Gillespie von der Universität von Waikato warnte, die Verbreitung des Videos könne Nachahmungstäter anstiften.