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Versuchter Totschlag
Vater in Haft: Hunde-Attacke nur vorgetäuscht

Osnabrück.

Der eigene Vater – und nicht wie zunächst behauptet ein Hund – soll einen Säugling in Osnabrück lebensgefährlich verletzt haben. Gegen den 24-Jährigen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. „Die ganze Hundegeschichte ist erlogen“, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. „Wir können ausschließen, dass das Kind durch Hundebisse verletzt wurde.“ Der Säugling sei geschlagen worden, offene Wunden gab es nicht. „Das Kind habe geschrien, da habe er es ruhig stellen wollen, sagte der Vater in der polizeilichen Vernehmung aus“, so Retemeyer weiter. Die Tat sei vermutlich in der Wohnung der Eltern geschehen.