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Kommentar Moorbrand
Aufklärung tut Not – und viel Regen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der durch eine Schießübung verursachte Moorbrand im Emsland ist sicher zunächst einmal eine Katastrophe von regionalem Ausmaß. Der politische Schwelbrand hat sich allerdings inzwischen bis nach Berlin gefressen. Von Stefan Vetter

Denn einmal mehr steht die Bundeswehr insgesamt am Pranger. Ursula von der Leyen war am Wochenende sichtbar bemüht, diesen Brand einzudämmen. Bei einem Besuch vor Ort entschuldigte sich die Verteidigungsministerin namens der Truppe für den immensen Schaden. Es war das Mindeste, was man von der CDU-Politikerin erwarten durfte. Aber warum erst so spät? Offenbar wurde die brenzlige Lage auch in ihrem eigenen Ressort stark unterschätzt. Politisch helfen kann jetzt nur noch rückhaltlose Aufklärung.


Bis es so weit ist, ist der beste Verbündete der Brandbekämpfer vor Ort sowieso nicht Ursula von der Leyen, sondern hoffentlich anhaltender ergiebiger Regen.