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Falls aus den Niederlanden
Tat nach 20 Jahren vor Aufklärung

Maastricht. DNA-Proben führen die Polizei auf die Spur eines mutmaßlichen Kindermörders. Von dpa

Zwei Jahrzehnte nach dem Mord an einem niederländischen Jungen hat die Polizei mit Hilfe von DNA-Proben einen dringend tatverdächtigen Mann identifiziert. Der 55-Jährige halte sich möglicherweise in Frankreich auf und werde mit europäischem Haftbefehl gesucht, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Maastricht gestern mit.


Der getötete Junge war aus einem Zeltlager im Grenzgebiet nordwestlich von Aachen verschwunden. Die Polizei fand seine Leiche am nächsten Tag. Sie fahndet nun nach dem Tatverdächtigen Jos B. Den Angaben zufolge wohnte er zur Tatzeit im August 1998 in der Ortschaft Simpelveld unweit des Waldgebietes Brunssummerheide. Dort war das Kind umgebracht worden.

Der Mann war seinerzeit von der Polizei erfasst worden, wie die Behörden erläuterten. Allerdings sei er nur als Passant eingestuft worden. Auf dem Radar der Ermittler sei der Gesuchte in diesem Jahr wieder erschienen, da er Aufrufen zur freiwilligen Abgabe von DNA-Proben für einen Massentest nicht nachgekommen war. Daran hatten sich rund 15 000 Männer beteiligt.