| 20:44 Uhr

Nach dem Orkan
„Friederike“ lässt halbe Milliarde Euro Schaden zurück

Berlin. Der Orkan „Friederike“ hat in Deutschland Schäden von einer halbe Milliarde Euro angerichtet. Das geht aus ersten Schätzungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft hervor. „Friederike“ hinterließ aber nicht nur eine Schneise der Verwüstung. In Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg starben mindestens acht Menschen, darunter zwei Feuerwehrleute. Mehrere Leute wurden verletzt.

Die Bahn hatte am Donnerstag deutschlandweit den Fernverkehr eingestellt. Da zahlreiche Bahnstrecken zunächst noch gesperrt waren, mussten Reisende auch am Freitag mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Laut Deutscher Bahn hat „Friederike“ Millionenschäden am Schienennetz angerichtet.



Der Orkan wütete auch im Wald, vor allem im Harz richtete er Verwüstungen an. „Wer jetzt in die Wälder geht, begibt sich in Lebensgefahr“, sagte der Dezernent der Niedersächsischen Landesforste, Dietmar Sohns. Auch in Dresden wurden sämtliche Wälder gesperrt.

Heftige Kritik gibt es am inkonsequenten Umgang von Schulen mit dem Unterrichtausfall. Einige Schulen in Nordrhein-Westfalen hatten zunächst trotz der Sturmwarnung Unterricht erteilt und die Schüler dann nach Hause geschickt. Dadurch waren manche Kinder auf dem Heimweg mitten in den Sturm geraten.