| 20:10 Uhr

Eine Hochzeit mit allem Pipa-Po

London. Ihr Hintern verzückte die halbe Welt: Pippa Middleton wurde nach der Hochzeit ihrer Schwester Kate mit Prinz William zum gefundenen Fressen für die Klatschpresse. Jetzt heiratet auch sie.

Pippa Middleton verdankt ihren weltweiten Ruhm zwei Dingen: der angeheirateten Verwandtschaft und ihrem Po. Als Schwester von Kate und Schwägerin von Prinz William, Nummer zwei der britischen Thronfolge, wurde die 33-Jährige der Weltöffentlichkeit bei deren Hochzeit bekannt. Das von mehr als zwei Milliarden Zuschauern verfolgte Ereignis sollte Pippas Leben verändern. Als Trauzeugin trug sie ein weißes Seidenkleid, das ihre durchtrainierten Rundungen betonte. "Her Royal Hotness", adelte sie die Boulevardzeitung "Daily Mail". Fanclubs huldigten ihrem Po, es gab sogar Facebook-Seiten zu seinen Ehren.



Eine Karriere konnte sie darauf nicht aufbauen, was auch an ihrer Verbindung zur Königsfamilie lag, die sie offenbar immer wieder in die Schranken wies. Auch die Medien gingen hart mit ihr ins Gericht. Auf der Suche nach einer Rolle versuchte sich Pippa als Autorin, doch ihr Partyratgeber wurde von den Kritikern zerrissen. In den sozialen Netzwerken lästerte man über ihr Luxusleben. Wenn die begeisterte Partygängerin ausging, erschienen am nächsten Tag Fotos in der Boulevardpresse. Beobachter analysierten Pippas Männerbekanntschaften oder bewerteten unaufhörlich ihre Figur. "Ich wurde von der Öffentlichkeit schikaniert", sagte Pippa einmal im Interview. Sie habe sich aber ein "dickes Fell" zugelegt. "Die Leute haben dieses Bild von mir als Partymädchen, das nicht arbeitet." Tatsächlich hat die Familie einen beispiellosen sozialen Aufstieg hinter sich, den laut Insidern vor allem die ehrgeizige Mutter Carole vorangetrieben hat. Die ehemalige Flugbegleiterin hat es mit ihrem Mann Michael dank eines Unternehmens für Partyzubehör zu einem Millionen-Vermögen gebracht. Und es erfolgreich geschafft, die Kinder auch in der elitären Oberschicht Großbritanniens zu etablieren. Dafür schickten die Eltern Philippa Charlotte Middleton, genauso wie Tochter Catherine und Sohn James, auf das angesehene Marlborough-College. Später studierte Pippa englische Literatur in Edinburgh, bevor sie in die britische Hauptstadt zog. Sie half in der Familienfirma "Party Pieces" aus, für die sie auch heute noch in Teilzeit tätig ist, und arbeitete als Event-Managerin.

Zudem schrieb die Sportbegeisterte, die Triathlons absolviert, Marathons läuft und Ski fährt, mehrere Kolumnen für Magazine. Um ihr Image aufzupolieren, hat sie sich jetzt die erfolgreiche PR-Beraterin Jo Milloy zur Seite genommen. Es dürfte ihr Werk sein, dass Pippa zuletzt vor allem in ihrer Rolle als Botschafterin der British Heart Foundation oder im Einsatz für andere wohltätige Zwecke präsentiert wurde.

Im Juli 2016 verlobte sich die attraktive Brünette dann mit dem millionenschweren Hedgefonds-Manager James Matthews, mit dem sie seit Ende 2015 zusammen ist. Morgen läuten die Kirchenglocken für die Hochzeit des Jahres, bei der sowohl Herzogin Kate, Prinz William und die Kinder sowie Prinz Harry und seine Freundin Meghan Markle erwartet werden. Und nach all der Aufregung beginnen dann für Pippa vielleicht auch endlich ruhigere Zeiten. Vieles dürfte davon abhängen, für welches Kleid sich die Braut entschieden hat.