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Kommentar
Ein generelles Böllerverbot an Silvester wäre falsch

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Silvesterknallerei ist jedes Jahr aufs Neue auch eine Art Sprengstoff für die Gesellschaft. Einer jüngsten Umfrage zufolge sprechen sich fast 60 Prozent der Deutschen für ein generelles Böllerverbot in dichtbesiedelten Gebieten aus. Von Stefan Vetter

Zweifellos lassen sich dafür triftige Gründe finden. Die hohe Feinstaubbelastung ist dabei eher noch das geringere Problem. Schwerer wiegen andere Aspekte. So kommt es immer wieder zu akuten Hand- und Augenverletzungen, weil mit Raketen fahrlässig hantiert wird.


Ganz schutzlos sind die Kommunen der Knallerei allerdings nicht ausgeliefert. So können sie das Feuerwerk zumindest gebietsweise untersagen. Einige machen davon auch Gebrauch. Aber es könnten noch mehr sein. Und womöglich muss der Bund das Sprengstoffgesetz nachbessern. Ein generelles Böllerverbot jedoch würde all jene bestrafen, die verantwortungsvoll mit Silvesterknallern umgehen.