| 21:16 Uhr

Entscheidung am Dienstag
„Bio-Deutsche“ könnte „Unwort des Jahres“ werden

Darmstadt. Begriffe wie „Babycaust“ und „Bio-Deutsche“ gehen als Favoriten in die Wahl zum „Unwort des Jahres 2017“. Die Jury um die Linguistik-Professorin Nina Janich verkündet ihre Entscheidung morgen in Darmstadt. „Fake News“, „Alternative Fakten“, „Softwareupdate“ und „Sprachpolizei“ stehen ebenfalls auf der Liste. „Baumstilllegung“ für das Fällen von Bäumen hat Janich zufolge dagegen keine Chance.

Begriffe wie „Babycaust“ und „Bio-Deutsche“ gehen als Favoriten in die Wahl zum „Unwort des Jahres 2017“. Die Jury um die Linguistik-Professorin Nina Janich verkündet ihre Entscheidung morgen in Darmstadt. „Fake News“, „Alternative Fakten“, „Softwareupdate“ und „Sprachpolizei“ stehen ebenfalls auf der Liste. „Baumstilllegung“ für das Fällen von Bäumen hat Janich zufolge dagegen keine Chance.



Denn zum „Unwort“ werden seit 1991 Begriffe gekürt, die gegen das „Prinzip der Menschenwürde“ verstoßen, weil sie „gesellschaftliche Gruppen diskriminieren“ oder „euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend“ sind. „Volksverräter“ war es 2016, „Gutmensch“ 2015.

„Babycaust“ geht auf die Ärztin Kristina Hänel zurück, die wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Sie wird auf einer Webseite gleichen Namens diffamiert. Hinter dem Wort „Bio-Deutsche“ steckt die Vorstellung, dass nur wer von Deutschen abstamme, selbst Deutscher sein könne.