| 21:11 Uhr

Prozess beginnt
Bande soll über 100 Autounfälle erfunden haben

Bonn. Ein spektakulärer Betrugsprozess hat gestern in Bonn begonnen: Sechs Jahre lang soll eine Bande Autounfälle erfunden und über Versicherungen abgerechnet haben. Die Schadenssumme beläuft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf etwa 715 000 Euro. Am Landgericht müssen sich fünf mutmaßliche Haupttäter im Alter zwischen 35 und 63 Jahren verantworten. Die Anklage lautet auf schweren Bandendiebstahl in 102 Fällen, darunter 20 Versuche.

Ein spektakulärer Betrugsprozess hat gestern in Bonn begonnen: Sechs Jahre lang soll eine Bande Autounfälle erfunden und über Versicherungen abgerechnet haben. Die Schadenssumme beläuft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf etwa 715 000 Euro. Am Landgericht müssen sich fünf mutmaßliche Haupttäter im Alter zwischen 35 und 63 Jahren verantworten. Die Anklage lautet auf schweren Bandendiebstahl in 102 Fällen, darunter 20 Versuche.


Fotos der angeblich bei Unfällen demolierten Autos soll der 39 Jahre alte Bandenchef mit einem Bildbearbeitungsprogramm hergestellt haben. Die Unfallfotos wurden Gutachtern übergeben, die die Schäden schätzten. Die Unterlagen wurden dann bei Versicherungen eingereicht. Der mutmaßliche Bandenboss soll die Idee gehabt haben.