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Schneechaos im Allgäu
Lawine beschädigt Hotel schwer - Urlauber in Sicherheit gebracht

 Nichts geht mehr im Allgäu. Auch am Montag nahm der Schnee kein Ende.
Nichts geht mehr im Allgäu. Auch am Montag nahm der Schnee kein Ende. FOTO: dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Am Montag hat eine Lawine ein Hotel in Balderschwang getroffen. Es wurde stark beschädigt, Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

In dem von der Außenwelt abgeschnittenen Allgäuer Wintersportort Balderschwang ist am Montag ein Hotel von einer großen Lawine getroffen worden. Das Gebäude wurde beschädigt, Menschen aber nicht verletzt, wie das Landratsamt Oberallgäu in Sonthofen mitteilte. Die etwa hundert Hotelgäste seien anderweitig untergebracht worden. Balderschwang ist derzeit nur für Einsatzkräfte erreichbar, die etwa 1100 Bewohner und Touristen im Ort können die an der Grenze zu Österreich liegende Gemeinde nicht verlassen.


Der Deutsche Wetterdienst warnte derweil in den höheren Lagen ab tausend Metern in den Alpen vor extremem Unwetter. Insgesamt sei in den Alpen starker Schneefall zu erwarten, oberhalb der tausend Meter in einem extrem starken Ausmaß. Es sei gebietsweise bis zu ein Meter Neuschnee zu erwarten, wegen der bereits jetzt großen Schneehöhen steige durch den Neuschnee die Gefahr von Schneebruch erheblich.

Auch in Teilen Österreichs blieb die Lage angespannt. Am Hochkar sind nach einem Bericht der Nachrichtenagentur APA 180 Menschen eingeschlossen, die Hochkar-Alpenstraße musste wegen Lawinenabgängen gesperrt werden. Es gebe dort einen totalen Stromausfall. Auch in Tirol und Voralberg sind zahlreiche Orte nicht erreichbar. Im Bundesland Voralberg gaben die Behörden die höchste Lawinenwarnstufe fünf aus.



(AFP/mja)