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Gefährliche Hunde
Regeln und Fakten zur Kampfhundhaltung

Saarbrücken/Hannover. Eine deutschlandweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es nicht. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Häufig werden Rassen wie Pitbull-Terrier, Bullterrier, Staffordshire-Bullterrier oder American-Staffordshire-Terrier als gefährlich eingestuft. Für sie gilt auch ein Importverbot.

In Hessen, wo jetzt ein Baby getötet wurde, ist das Halten gefährlicher Hunde in einer speziellen Verordnung aus dem Jahr 2003 geregelt. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehören zehn Rassen und Gruppen, darunter ist der Pitbull-Terrier oder der Staffordshire-Terrier. Ein Halter braucht für diese „Listenhunde“ – das Wort Kampfhund wird von den Behörden nicht verwendet – eine Erlaubnis der Ordnungsbehörden. Der Halter muss auch eine Sachkundeprüfung ablegen. Außerdem muss für den Hund eine „positive Wesensprüfung“ vorliegen.


Im Saarland brauchen Halter der Rassen American-Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier und American-Pitbull-Terrier keine Erlaubnis, solange ein Wesenstest keine gesteigerte Aggressivität des Hundes gegenüber Menschen oder Tieren aufweist.

Bisse werden bundesweit nicht statistisch erfasst. Für das Jahr 2010 zählte die gesetzliche Unfallversicherung 3610 gemeldete Bissverletzungen – davon etwa 75 Prozent durch Hunde und Katzen.